Vergangenen Freitagabend war ganz schön was los bei uns: In der Cafeteria – dort, wo normalerweise gefrühstückt und zu Mittag gegessen wird – saßen rund 150 Gäste, die zur Kleinkunstveranstaltung mit Uli Masuth gekommen waren. Das örtliche Kino war Veranstalter, hessnatur Gastgeber.

Uli Masuth begeisterte mit seinem Programm „Ein Mann packt ein“, bei dem er auf die „Ex-Mann-Zipation“ und das aktuelle Zeitgeschehen einging – das ganz im Zeichen des „Matriarchats“ steht. Die Frau, so Masuth, habe das Sagen übernommen, der Mann den Geschlechterkampf verloren. Das Publikum hatte einen Riesenspaß, ebenso wie das hessnatur-Team, das sich um Orga, Essen und Getränke gekümmert hat. Wer mehr von Uli Masuth sehen und hören möchte, wird bei Youtube fündig.

Zeitgleich eröffnet wurde auf dem Marktplatz von hessnatur – auf diesem Platz laufen alle Flure der Verwaltung zusammen – die Kunstausstellung von zwei hessnatur-Mitarbeiterinnen, die noch bis zum 25. November während der Bürozeiten von 9.00 bis 17.00 Uhr besucht werden kann. Ute Tiegs (Leiterin Personal) und meine Kollegin Dagmar Reichardt aus der Markenkommunikation (die hier auch fleißig bloggt) zeigen ihre Filz- und Bildhauerarbeiten.

Beim Filzen „entspricht jede Farbe einem Gefühl, jede Nuance einer Empfindung, einmalig im Filz festgehalten“, beschreibt Dagmar ihre Arbeiten. Was sie an Filzmaterialien wie Wolle von verschiedener Schafrassen, Yakhaar und Seide begeistert, ist die Handarbeit. „Die Formgebung bei dieser Arbeit ist nur zum Teil vorhersehbar, manches entsteht erst im Tun.“ Die ausgestellten Objekte tragen Titel wie „Begeisterung“, „Melancholie“, „Neuland“ oder „Lebensabschnitte“ und kommen kurzen Gedichten gleich.

Ute Tiegs ist seit 14 Jahren begeisterte Bildhauerin und bearbeitet Speckstein und Alabaster. „Die Wahl des Steins geschieht intuitiv, mehr nach Gefühl als nach Aussehen. Die Bearbeitung ist ebenfalls ein Geben und Nehmen zwischen dem Stein und mir. Ich habe keine fertige Form oder Figur vor Augen, sondern lasse mich auf ein Zwiegespräch mit dem Stein ein“, erklärt Ute, „die Arbeit mit den Händen, die Konzentration über Tage nur auf ein Thema ist ein sehr guter Ausgleich zum Alltag.“