Kleidung, die krank macht

Spannender Film von Inge Altmeier – von ihr stammt bereits der Film „Das Gift kommt zurück“ – und Reinhard Hornung heute Abend von 20.15 bis 21.00 Uhr auf Arte: Unter dem Titel „Schick, aber schädlich“ geht es um Spuren gesundheitsschädlicher Stoffe in Kleidung und Schuhen. Mit dabei ist u.a. auch Rolf Heimann, Leiter Innovation & Ökologie bei hesssnatur, der in einem Interview erklärt, wie und warum hessnatur es anders macht.

Die neuesten Jeans, verführerische Dessous, trendige Schuhe – viele Textilanbieter locken mit schicker Kleidung zu günstigen Preisen. Doch der schöne Schein trügt. Oft finden sich bedenkliche Chemikalien in den Textilien. Wie zum Beispiel in den Schuhen einer Frau, die in der Dokumentation vorgestellt wird. Sie ahnte nicht, dass die teuren Schuhe mit dem Antischimmelmittel DMF belastet waren. Die Folge waren Lähmungen und beschädigte Hautpartien. Zwar ist DMF seit 2009 in der EU verboten, aber es fehlen Kontrollen. Immer wieder finden sich Spuren gesundheitsschädlicher Stoffe in Kleidung und Schuhen. Die Ursachen liegen im globalen Handel, im enormen Preisdruck und einer Modewelt, die sich jeder staatlichen Kontrolle entzieht.

Die beiden Filmemacher gehen ebenfalls der Frage nach, welche Wirkungen die schädlichen Stoffe auf den Verbraucher haben, die über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen. Wenn sich die Giftstoffe aus der Kleidung über Jahre im Körper anreichern, können sie Allergien und Nervenkrankheiten verursachen – dieser Ansatz war es ja, der seinerzeit den Gründungsimpuls von hessnatur gegeben hat: Kleidung aus reinen Naturmaterialien anzubieten, die die Haut schützen anstatt ihr zu schaden.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall anschauen und bin gespannt auf eine Diskussion darüber hier im Blog!

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Kommentare
  • Natur-Freund ,

    Ist schon sehr bedenklich wenn aus kommerziellen Gründen mit der Gesundheit der Verbraucher gespielt wird. Mehr Kontrollen sind hier dringend notwendig.

    Antworten
  • Yvonne ,

    Es beruhigt mich, dass ich gerade und sonst mehr Kleidung (wie Blusen, Shirts, Blazer, Jeans, Unterwäsche, Schuhe usw.) von hessnatur trage. Gift auf der Haut, dass vom Körper aufgenommen wird – grausige Vorstellung.
    Unter dem Aspekt umso „ärgerlicher“ das hessnatur bei der Unterwäsche BH´s Größe 70B aus dem Sortiment genommen hat. Zu „verführerische Dessous“: Unterwäsche sollte auch sinnlich, attraktiv und verführerisch sein 😉 .

    Habe Info zum Film gelesen:
    „Krank machende Kleidung, Gift, Gift, überall Gift – 99 Prozent unserer Kleidung sind mit Gift belastet. … Selbst Biobaumwolle ist nach den Recherchen der Filmemacher nicht giftfrei.“
    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/gift-gift-ueberall-gift

    Werde mir den Film heute Abend anschauen und folgende 2.

    21 Uhr: Hauptsache haltbar
    „Weltweit kann der Verbraucher überall die gleichen Produkte kaufen, lange haltbar, weil luftdicht ver-packt. Doch diese Verpackungen haben es in sich: das Gift, das in die umhüllten Lebensmittel ein-dringt und zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann. …“
    21.30 Uhr: Leben ohne Schadstoffe?
    „Wachsender Konsum und steigender Preisdruck sind zwei Ursachen für den Raubbau an der Natur, das Schwinden der natürlichen Ressourcen und die wachsende Umweltverschmutzung. …“

    Yvonne Zernick

    Antworten
  • Yvonne ,

    Gift
    Verseuchte Kleidung, giftige Farbstoffe, verbotene Substanzen, kurzlebige Saisonkleidung, Sondermüll Designerkleidung (z.B. Boss), Umweltverschmutzung, Krankheiten – katastrophale Zustände, die der Film aufzeigte. Unternehmensschutz vor Verbraucherschutz.
    Was in einem Land verboten ist (wie das Sandstrahlen von Jeans in der Türkei), wird in einem anderen Land (ärmste der Welt) weiter fortgeführt. In der EU längst verbotene Substanzen gelangen weiterhin in die Läden, weil Konsequenzen fehlen. Stinkende Kleidercontainer im Hamburger Hafen werden nicht aus dem Verkehr gezogen, sondern nur gelüftet und dann gelangt die Kleidung in die Läden, weil Gesetz, Richtlinien bzw. Verbraucherschutz fehlen. Uneinigkeit in der EU zum Verbraucherschutz auf Kosten der Gesundheit. Entsetzlich.
    Katastrophale Zustände unter denen die Kleidung hergestellt wird. Unwürdige Arbeitsbedingungen, verseuchte Umwelt, Krankheit und Tod. Welche Unternehmen (z.B. H & M, ESPRIT) wo und wie produzieren lassen, wird verschwiegen bzw. ist nicht transparent. Bei der Unterwäsche, Dessous wird Herstellungsland gleich ganz verschwiegen, Hinweis „designed in“ muss reichen. Sagt natürlich nichts (über Herstellungsprozess, giftige Farbstoffe) aus und lässt Fragen offen.
    Gewinn auf Kosten der Arbeiter, Umwelt, Gesundheit der Verbraucher.
    Unternehmen wie H & M führen Verbraucher in die Irre. Werben mit Biobaumwolle, Nachhaltigkeit usw.. Aufpoliertes Image. Nachfrage nach Biobaumwollprodukte steigt und es verkauft sich gut. Nur diese Kleidung aus Biobaumwolle wird mit den gleichen giftigen Farbstoffen gefärbt wie normale Kleidung. Zudem ist unklar, ob überhaupt alles Biobaumwolle ist wo Bio draufsteht, da es keine Transparenz und Kontrollen gibt.

    Nach den schockierenden Bildern und Beiträgen ein Lichtblick. Kleine und mittelgroße Unternehmen beweisen, dass es anders geht. Wie Hessnatur mit der textilen Kette. Oder kompostierbare Shirts von TRIGEMA nach „Cradle to Cradle Design“, hergestellt in Deutschland.

    Eigene Konsequenz: Naturtextilien.
    Bei “ Unterwäsche sollte auch sinnlich, attraktiv, verführerisch sein“ hatte ich die letzte Herbst/Winter-Kollektion von hessnatur mit Thema Sinnlichkeit im Kopf. Für mich geht Sinnlichkeit, Attraktivität mit Naturtextilien.

    Yvonne Zernick

    Antworten

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