Wir möchten Euch Blogleser wieder ins Kino schicken, und zwar in den Dokumentarfilm „Good Food Bad Food“, der in dieser Woche angelaufen ist.

Nahrungsmittelanbau, der Umgang mit der Natur und Ernährungssicherheit sind ja eng miteinander vernetzt. Ich erinnere mich an ein Gespräch bei einer meiner Reisen nach Burkina Faso zu unserem Anbauprojekt für Bio-Baumwolle, das ich mit einer Bäuerin geführt habe. Die Frau beklagte, dass beim Einsatz von Chemikalien im konventionellen Anbau die Bodenerosion zunimmt und vor allen Dingen die Früchte rund ums Feld regelrecht verseucht werden – nicht mehr geeignet zum Verzehr. Und das, obwohl sie eigentlich ein gutes Nahrungsmittel wären, um die Ernährungssicherheit der Familien der Baumwollbauern zu verbessern.

Es stellt sich – und das nicht nur im Zuge des Dioxin-Skandals – die Frage, was wir überhaupt noch essen können. Dieser Frage geht die französische Filmemacherin Coline Serreau nach und zeigt, dass und wie Ernährung gesund sein und umweltverträglich sein kann.

Drei Jahre lang war sie mit ihrem Filmteam unterwegs und hat Umweltaktivisten, Wissenschaftler und Biobauern gesprochen, die sich für eine giftfreie Landwirtschaft und für Saatenvielfalt einsetzen und dagegen kämpfen, dass Felder durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden und Konzerne das Saatgut kontrollieren. Gut zu sehen, dass es eben solche Menschen. Wie zum Beispiel einen friedlichen Umweltaktivisten aus Frankreich, der kostenlos Samen an viele Bauern verteilt, um die Vielfalt der Natur zu erhalten. Für die Industrie, die gentechnisch modifiziertes Saatgut weiter vertreiben will, ist der Mann allerdings eher ein Krimineller. Oder der Bauer aus der Ukraine, der – als es noch die Sowjetunion gab – auf Insektizide verzichtete. Das war auch in Zeiten der Planwirtschaft möglich, man ließ ihn unter der Auflage gewähren, den Plan zu erfüllen. Der Bauer lag mit seinen Ernteerträgen sogar über Plan und gibt es Agrar-Professor sein Wissen weiter.

„Good Food Bad Food“ knüpft an den Film „We feed the World“ an, ist aber optimistischer und zeigt vor allen Dingen Machbares. Wer die „Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“, so der Untertitel des Films, sehen möchte, kann bei uns eine von fünf Freikarten gewinnen – einfach hier im Blog bis Donnerstag, 28. Januar 24.00 Uhr einen Kommentar zum Beitrag hinterlassen. Die Freikarten können in jedem Kino in Deutschland eingelöst werden, das den Film im Programm hat. Gehen mehr als fünf Kommentare ein, verlosen wir die Kinotickets unter allen, die mitgemacht haben – viel Erfolg dabei!