Eine weite Reise hatten die israelischen Schülerinnen und Schüler der Eldad Highschool, Netanya, Israel auf sich genommen, um mit Ihren Altersgenossen von der Ricarda-Huch-Schule in Gießen in gemeinsamer Zukunftsverantwortung über Ökologie, Soziales und Ökonomie als die drei Dimensionen nachhaltigen Handelns zu diskutieren. Als beispielhaftes Unternehmen hatten Sie hessnatur ausgewählt, um am Beispiel eines Textilanbieters Themen und Spannungsfelder für eine verantwortungsvolle Modeproduktion zu diskutieren.

Butzbachs Bürgermeister Michael Merle ließ es sich nicht nehmen, die Besuchergruppe persönlich zu begrüßen und auch Marc Sommer, Vorsitzender Geschäftsführer von hessnatur hatte sich den Termin reserviert.

Dabei lernten die Schüler den besonderen Ansatz von hessnatur kennen, immerhin handeln wir seit der Unternehmensgründung vor fast 40 Jahren nachhaltig. Natürliche Babykleidung zu erhalten war für Heinz und Dorothea Hess der Impuls, hessnatur aufzubauen.

Heute verfügen wir von hessnatur wie kein anderer großer Textilanbieter über die Erfahrung, aktuelle Mode sozial und ökologisch fair zu produzieren. Entscheidend ist die Verantwortung für den gesamten Herstellungsprozess eines Kleidungsstückes, vom Anbau, über die Oberflächenbehandlung, das Färben, die Konfektion bis hin zum Kunden und noch darüber hinaus. Wir stehen beispielhaft für die Verschränkung und wechselseitige Durchdringung der drei Dimensionen nachhaltigen Handelns.

In drei Gruppen erarbeiteten die Schüler kritische Fragen an uns, die von Sprechern vorgestellt wurden. Im Anschluss überprüften die Schüler ihre Ergebnisse am konkreten Beispiel von hessnatur und Kristin Heckmann, Gruppenleiterin Sozial Standards und Nachhaltigkeitsmanagement erläuterte, welchen Weg wir im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem gehen.

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Für Sebastian Popović, Lehrer der Ricarda – Huch – Schule in Gießen und Organisator der Veranstaltung bietet der internationale Jugendaustausch nicht nur die Gelegenheit zum unmittelbaren Austausch und zur unvoreingenommenen Begegnung, um Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. In der ungewohnten Umgebung und in der neuen Gruppenkonstellation entwickelten die Schüler eine Eigeninitiative und eine Begeisterung, die sich im schulischen Alltag nur schwer erreichen lässt.

Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch bei uns nur eine Station im Rahmen des übergreifenden Austausches : „Holocaust-Gedenken und Nachhaltigkeit: Historische Verantwortung als Teil der sozialen Nachhaltigkeit verstehen lernen“.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnte jeder Schüler ein nachhaltig produziertes T-Shirt von uns nach seinen Ideen und den Eindrücken aus der Veranstaltung gestalten.

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