Ob Bio-Vollkornbrotesser oder Öko-Baumwollhemdträger – im Internet gehen wir heute alle regelmäßig spazieren. Wir drehen unseren Rechner an und wenn wir energiebewusst sind, auch brav wieder ab, wenn wir mit dem Surfen im Netz fertig sind. Doch das Internet und unsere Ausflüge darin verschlingen wesentlich mehr Energie, als die paar Watt, die unser Rechner braucht.

So schlank und immateriell uns das World Wide Web immer vorkommt, überall auf der Welt stehen riesige Server und Speicher in Räumen herum, die gekühlt werden müssen, damit sie nicht überhitzen. Das frisst Unmengen Strom!

Umso schöner, dass wir jetzt melden können, dass die Firma MCS – Moorbek Computer Systeme, die uns die Plattform für unseren Onlineshop zur Verfügung stellt, seit dem 1. Januar 2012 zu 100 Prozent auf Ökostrom umgestellt hat. Den bezieht sie von den Stadtwerken Kassel, die den Strom aus Wasserkraft gewinnen. Ein Riesenschritt, wenn man bedenkt, dass MCS jährlich eine Strommenge im einstelligen Gigawattbereich verbraucht, also mehrere Millionen Kilowattstunden.

Und das ist nicht alles, was der 60 Mitarbeiter zählende Internet-Dienstleister getan hat, um seine Öko-Bilanz zu verbessern. Gleichzeitig bemüht sich MCS darum, seine Energieeffizienz zu steigern. „Wir haben letztes Jahr unsere Klimaanlage modernisiert und einen großen Freikühler angeschafft, der auch noch bei über 10°C die Außenluft zur Kühlung nutzen kann“, sagt Geschäftsführer Eckard Kabel. Bereits vor drei Jahren hatte das Unternehmen seine Server-Technik auf so genannte „Green IT“ umgestellt.

Durch die technische Neuerung erwarte MCS für das Jahr 2012 bereits eine Reduzierung des Verbrauchs für die Klimatechnik um mehr als zehn Prozent. Der Freikühler, den wir auf dem Foto oben zeigen bei seiner Anlieferung, bringt übrigens fünf Tonnen Eigengewicht auf die Waage. Das ist mal keine Kleinigkeit.