Tag der Menschenrechte

Mit bestimmten Gedenk- oder Thementagen ist das ja so eine Sache: Es gibt den Welttag der Frauen, den Weltkindertag, den internationalen Tag der Milch und viele mehr. Diese Tage sorgen ob ihres historischen Ursprungs und ihrer jährlichen Wiederkehr für öffentliche Veranstaltungen, für mediales Interesse. Mit ihnen verknüpft werden von Organisationen, Politikern und Persönlichkeiten Mißstände und entsprechende Forderungen. Inwieweit die Tage helfen, diese aufzugreifen und umzusetzen, ist dann – Stichwort Lippenbekenntnis – eine andere Sache.

Am heutigen Donnerstag ist der Tag der Menschenrechte. Er erinnert an den 10. Dezember 1948 – an diesem Tag haben die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Rechte, die jedem Menschen zustehen sollen, unabhängig von Religion, Hautfarbe, Kulturkreis etc.

Dass es 61 Jahre nach Verabschiedung der Menschenrechte immer noch viele Länder gibt, in denen es in Sachen Menschenrechte Mißstände gibt, zeigt ein kurzer Blick auf die heutigen Schlagzeilen: Auf Kuba gibt es Demonstrationen gegen das Castro-Regime, die Kirchen fordern die Religionsfreiheit, die auch in den Menschenrechten verankert ist.

Für hessnatur ist es nur konsequent, dass wir bei der Herstellung unserer Kleidung auf die Menschenrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter achten. Den heutigen Tag wollen wir nutzen, um kein Lippenbekenntnis, sondern eine Tatsache in die Welt zu bringen: Ganz konkret geht es um die Monipuris, alteingesessene Weber-Familien in Bangladesch. Sie werden verfolgt und diskriminiert. Zusammen mit der Andheri-Hilfe haben wir eine Prämienspende ausgearbeitet, mit der die hessnatur-Kunden die Ausbildung junger Frauen der Monipuris unterstützen können. Nicht nur am heutigen Tag der Menschenrechte, sondern auch darüber hinaus.