Heute im "Stern": hessnatur in grüner Mission

„Ökomode muss nicht dröge sein, dachte sich der Geschäftsführer von hessnatur und engagierte den Exzentriker Miguel Adrover als Designer“.

Mit diesen Worten beginnt der heute druckfrisch erschienene Stern-Artikel, der die Geschichte zweier „Brüder im Geiste“ erzählt, deren Herzen für Mode mit Verantwortung schlagen: Wolf Lüdge und Miguel Adrover. Von dem Geschäftsführer eines hessischen Naturmodelabels, der auszog, um einen exzentrischen Mallorquiner für seine Idee von naturgemäßer Kleidung zu gewinnen und ihn davon zu überzeugen, sich für hesssnatur und gegen einen millionenschweren Vertrag von Tommy Hilfiger zu entscheiden. Vom Comeback eines Designers ohne nennenswerte Schulbildung, der vom New Yorker Taxifahrer und Putzmann zum Protegé der Vogue-Chefin Anna Wintour avancierte, um am 9. September 2001, auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn, wieder alles zu verlieren.

Von dem derzeit erstaunlichsten Pärchen der internationalen Modebranche ist da die Rede, von einer Verbindung, die „ein bisschen klingt, als hätte der Kirchenchor von Waltershofen-Opfingen Amy Winehouse als Kantorin gewinnen können“. 🙂

Mal ganz davon abgesehen, dass der Artikel natürlich mein Herz als Pressesprecherin höher schlagen lässt, ist es eine lesenswerte Geschichte, die nicht zuletzt vom sprachlichen Charme des Autors lebt.

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Kommentare
  • Dagmar(hessnatur) ,

    Verena, mir gefällt vor allem die Formulierung „Brüder im Geiste“ zu Wolf und Miguel. Der Artikel macht so schön deutlich, welche Spannbreite da zusammenkommt. Und das macht ja die Arbeit hier bei hessnatur aus. Eine Portion Reibung ist da auch dabei – eingeschlafene Füße, lila Latzhosen und kratzige Wollsocken – das war Ökomode halt mal. Aber heute ist sie so aktuell wie nichts anderes. Weil sie von innen kommt, gleichzeitig nach innen wirkt und Lebensstil gestaltet.

    Rebellen wie Miguel Adrover schenkt die Medien-Welt gern Aufmerksamkeit. Rebellisch ist hessnatur im Handeln auch, siehe Projekte in Bangladesh oder Burkina Faso.
    Dass wir darüber jetzt im Stern lesen können, öffnet vielleicht noch vielen Menschen die Augen und macht sie eines Tages zu weiteren „Brüdern im Geiste“. Also: weiter so!

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  • Lala ,

    Hallo Verena,

    ich verstehe nicht ganz, wieso dein Pressesprecherinnen Herz bei so Vergleichen wie „hätte der Kirchenchor von Waltershofen-Opfingen Amy Winehouse als Kantorin…“ höher schlägt. Das ist doch eher ngativ gemeint. So verstehe ich es zumindest. Zur internationalen Marke, die ihr ja mittlerweile sein wollt passt das nicht.

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  • Verena ,

    Hallo Lala,

    kleines Missverständnis. Mein Herz schlägt nicht aufgrund des Zitats höher, sondern aufgrund des Artikels generell. Eine derart umfangreiche Veröffentlichung in einem so renommierten Magazin ist der Traum einer jeden Pressesprecherin 🙂 . Wollte darüber hinaus zum Ausdruck bringen, dass ich nicht nur in meiner Funktion als Pressesprecherin, sondern auch als Privatperson die Geschichte empfehlen kann, da Sie meiner Meinung nach informativ und sehr gut geschrieben ist.

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  • Kirsten ,

    Soweit ich weiß, ist der Vergleich mit Amy Winehouse aus der Vogue. Ich fand ihn originell, obwohl die Vogue damit durchaus ironisch intoniert hat, ob dieses Paar wohl passt…
    Wichtiger ist aber, ob die Kunden von Hess Natur die Mode des Paradiesvogels Adrover goutieren oder sie ein Ladenhüter bleibt. Gibt es denn wahre, echte Verkaufszahlen?

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  • Verena ,

    Hallo Kirsten,

    unsere Kunden bestellen aus der Adrover-Kollektion in erster Linie die Basicteile. Das „World in your hand“ T-Shirt von Miguel war bereits im vergangenen Monat vergriffen, sodass wir nachordern mussten. Der blaue Blazer aus Hessen-Leinen liegt in der Nachfrage 40% über Plan und auch andere Klassiker wie beispielsweise das einfarbig blaue Spaghettiträgerkleid aus Seide oder die Dreiviertel-Hose aus der Miguel-Kollektion sind beliebte Modelle. Während unsere Kunden sich also in erster Linie für die schlichten Teile interessieren, die im höchsten Maße „alltagstauglich“ sind, favorisiert die Modepresse die schillernden Kreationen der Miguel Adrover-Kollektion. Das Schmetterlingskleid war permanent auf „Fotoreise“ und zierte zuletzt die Modeseiten der Elle. Solche „Exoten“ machen in den Medien mehr von sich Reden als die Basics. Sie sind damit ebenfalls von entsprechend hohem Wert für hessnatur, auch wenn die Nachfrage seitens der Kunden deutlich geringer ist.

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  • Jörn ,

    hess spüre ich im Moment an allen Ecken und Enden. Großes Lob dafür. Die Initiativen, die hess macht finde ich gut. Es kommt an. Vor allem der Geschäftsführer und das Marketing scheint frischen Wind bekommen zu haben. Trotzdem würde ich mir noch mehr Kritik wünschen an Nicht-Bio Mitbewerbern, die ja immer mehr vorgeben, bio zu machen. Viele Grüße aus dem Norden, Jörn

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  • Verena ,

    Hallo Jörg,

    vielen Dank für die Blumen 🙂 Und in Sachen Green washing bin ich bereits schwer aktiv. Das Thema kommt bei all meinen Redaktionsreisen „auf den Tisch“. Bisher zeigen allerdings nur wenige Medien Interesse daran, die Leser auf entsprechend „scheingrüne“ Unternehmen aufmerksam zu machen. Aber steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein…

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