hessnatur und die Arcandor-Insolvenz

Die Medien beschäftigt heute nur ein trauriges Thema: Die Insolvenz von Arcandor, Karstadt und Quelle. hessnatur als Tochter der Primondo Specialty-Group GmbH ist Teil des insolventen Arcandor-Konzerns und dennoch ist für uns alles anders. Um Sie zeitnah zu informieren, anbei die offizielle Stellungnahme von Wolf Lüdge, die wir heute an die Presse verschickt haben:

Wolf Lüdge, Geschäftsführer des Naturmodelabels hessnatur, sieht durch die heutige Insolvenz des Mutterkonzerns Arcandor keine Gefahr für Arbeitsplätze oder das Alltagsgeschäft des Butzbacher Unternehmens. Der 1976 gegründete Naturmode-Versender schreibt schwarze Zahlen und ist weder direkt betroffen noch Insolvenz gefährdet, heisst es aus Butzbach. „Wir sind ein über Jahre hinweg ertragreich arbeitendes Unternehmen, das weiterhin am Markt bestehen wird.“ so Lüdge. Den Verlust von Arbeitsplätzen schließt der hessnatur-Geschäftsführer aus. Auch die Kunden des Unternehmens müssten mit keinerlei Service- oder Qualitätseinbußen rechnen – in Butzbach bleibe alles beim Alten.

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Kommentare
  • Packmohr ,

    Hoffentlich bleibt in Butzbach wirklich alles beim Alten… Ich kenne hess-natur seit mehr als 25 Jahren und würde es sehr bedauern, wenn hess-natur im Strudel der Ereignisse um Arcandor mit in den Abgrund gerissen würde! Deutschland würde eines der wenigen verantwortungsvollen Unternehmen verlieren – und der Gründer Heinz Hess würde sich vermutlich im Grab umdrehen!

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  • Gertraud Füßer ,

    Da ich schon Jahrzenhnte bei Ihnen Kunde bin, wäre ich schon sehr betroffen, wenn es Sie nicht mehr gäbe. Im Freundeskreis erwähne ich Sie oft und lobe Ihre „reinrassigen“ Kleidungsstücke. Bis jetzt war ich mit Ihnen immer sehr zufrieden. Ihnen weiterhin Erfolg wünschend verbleibe ich Ihre Gertraud Füßer.

    Malerin, Autorin

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  • Wolf Lüdge ,

    In jeder Krise liegt auch eine Chance. Diese gilt es auch trotz einiger Holprigkeiten durch die Acandorkrise zu nutzen.

    Hessnatur ist mit seiner Philosophie, mit seiner Authenzität und seiner Konsequenz im Textilberecih einzigartig. Die Zeit ist mehr den je reif, die Botschaft von hessnatur und Heinz Hess mehr Menschen zugänglich zu machen. Davon bin ich fest überzeugt. Dahin laufen unsere Anstrengungen.

    Es bleibt alles beim Alten: Soziale Verantwortung und ökologische Konsequenz und doch wird sich etwas ändern. Die Menschen werden in der Krise verstehen lernen, dass unser jetziges Wertegerüst vielleicht nicht das ist, was auf Dauer tragfähig. In dieser Beziehung bleibt hoffentllich nicht alles beim Alten.

    Wer in 10 Jahren zurückschaut wird sagen: Das Jahr 2009 hat eine grundsätzliche Veränderung gebracht.

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  • Wolf Lüdge ,

    Danke Horst, das werden wir umgehend machen. Für unsere Lieferanten, Dienstleister und Kooperationspartner ist von keinerlei Beeinträchtigung auszugegehen.

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  • Annette Sperling ,

    Mit Beruhigung lese ich die Nachricht, dass Hess Natur nicht von der Arcandor-Insolvenz betroffen ist. Bis vor einigen Tagen wußte ich nicht, dass Hess Natur zu Arcandor gehört.
    Umso mehr freut es mich, dass Hess Natur schwarze Zahlen schreibt und die Arbeitsplätze
    dort nicht bedroht sind. Die Idee und das Programm von Herr Natur soll nicht nur weiterbe-
    stehen, sondern unbedingt auch weiter wachsen und sich weiter verbreiten.
    Ich werde dafür auch in Zukunft meinen bescheidenen Beitrag leisten und sie allen Freunden
    und Bekannten weiter empfehlen, denn bisher war ich nicht nur mit der Qualität Ihrer Produkte, sondern auch mit dem Service bestens zufrieden.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

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  • Wolf Lüdge ,

    Hallo Frau Sperling, Danke für den „bescheidenen“ Beitrag. Das ist eine schöne Geste und Reaktion.

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  • Nicole ,

    Mir ist recht unwohl bei dem Gedanken, dass Hessnatur von Otto übernommen werden könnte. Ich befürchte eine weniger strikte Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards oder generell ein niedrigeres Niveau wie bspw bei „Cotton made in Africa“. Wäre es nicht möglich, einen Fond aufzulegen, an dem sich auch KundInnen (+MitarbeiterInnen?) beteiligen können?

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  • PDS ,

    Ja, ganz dumm gefragt – warum überhaupt diese „Abhängigkeit“? Heißt das letztendlich nicht, dass Geld in die Kassen von Konzernen fließt, die eben doch 12jährige Kinder in China arbeiten lassen und auf Umweltauflagen pfeifen?

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  • Wolf Lüdge ,

    Hallo Nicole, hallo PDS,

    die mögliche Übernahme von Otto ist ein Gerücht in der Medienlandschaft. Es gibt noch „weitere potentielle Interessenten“, die auch gehandelt werden. Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass egal wie die Eigentümerverhältnisse von hessnatur sind oder sein werden: Es ändert sich nichts an der ökologischen oder sozialen Konsequenz unseres Sortiments oder unseres Handelns.

    Einen Fond auf Mitarbeiter- und Kundenbasis aufzulegen ist eine interessante Idee, die natürlich die Message noch wesentlich verstärken würde.

    Allgemein zum Thema Abhängigkeit: Heinz Hess hat hessnatur im Rahmen seiner Nachfolgeregelung an Neckermann verkauft im Jahr 2000. Seitdem ist hessnatur in der KarstadtQuelle-Gruppe (jetzt Arcandor). In dieser Zeit hat an sich an der ökologischen und sozialen Konsequenz nichts geändert. Aber ja, die Ergebnisse von hessnatur flossen zum Teil an den Mutterkonzern Arcandor.

    Zum Thema Umweltauflagen und Kinderarbeit sollte man sich trotz alle Missstände weltweit nicht zu Pauschalisierungen hinreisen lassen. Mohammad Yunus soll mal gesagt haben: Jeder Großkonzern ist Abbild von der Struktur der Gesellschaft, insofern kann es sowohl in der Gesellschaft als auch bei Konzernen Menschen mit innovationen Ansätzen geben – nicht jeder Großkonzern ist automatisch schlecht.

    Ich habe bei Arcandor jede Menge veränderungswillige und innovative Menschen kennengelernt. Insofern sehe ich nicht nur das stilisierte Schreckgespenst „Konzern“, sondern auch die Menschen, die mit Ihrem Handeln wesentliches dazu beitragen, dass sich auch in Ihrem Umfeld etwas verändert.

    Gruß Wolf Lüdge

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  • Viola ,

    Ganz wichtig finde ich, was Herr Lüdge im letzten Absatz sagt. Die meisten Leute sehen ja wirklich nur doch das Schreckgespenst „Konzern“, ohne sich eigentlich bewusst zu machen, wie so ein „Konzern“ arbeitet. Auch dort treffen einzelne Menschen Entscheidungen und auch dort müssen persönliche Gespräche geführt werden. Deshalb fände ich es auch wesentlich angenehmer, wenn in der Öffentlichkeit von den Verantwortlichen gesprochen würde, anstatt alles zu verdammen, was irgendwie mit dem Konzern zu tun hat. Hessnatur kann ich auch weiterhin nur viel Erfolg wünschen, die zeit scheint mir für Ihre Message auch mehr als reif, Konzernzugehörigkeit oder nicht.

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  • PDS ,

    Ja, dst ist richtig. Ebenso steht fest, dass im Prinzip der Kunde entscheidet, was produziert werden soll. Das ist nur leider den wenigsten Kunden bewusst.
    Trotzdem geht in großen Konzernen der Gewinn sehr oft in die Taschen derer, denen man es weniger wünscht – Dilbert spiegelt oft die bittere Wahrheit wider. (Ich arbeite selbst in einem sehr großen Unternehmen)
    Bleibt also zu hoffen, dass sich diejenigen, die positive Veränderungen anstreben, durchsetzen. 🙂

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