Ich war ja zugegebenermaßen etwas stutzig, als mich mein Kollege Christian vom Bereich E-Commerce zum Thema „Green IT“ informierten wollte. Green IT – das klingt nach einem englischen Imperativ oder einem neuen Öko-Rechner. Ist aber keins von beidem.

Dahinter steckt etwas Simples mit Sinn und Verstand, was sich kurzum mit der Frage „Wie arbeite ich mit Informationstechnik umwelt- und ressourcenschonender?“ auf den Punkt bringen lässt. Die Vorteile liegen auf der Hand: 1. wird weniger Energie verbraucht, was die Umwelt schont. Und 2. senkt das natürlich auch die Energiekosten.

Green IT-Rechner nutzen die „Cool Thread-Technologie“. Das bedeutet, dass die Server aufgrund einer speziellen Bauweise mehr leisten können als herkömmliche. Darüber hinaus entwickelt so ein Cool Thread-Rechner weniger Hitze und muss deswegen weniger gekühlt werden.

Das ist aber noch nicht alles. Da man herausgefunden hat, dass beim Einsatz von beispielsweise 30 Servern einige gar nichts oder eben wenig zu tun haben, aber natürlich trotzdem Strom verbrauchen, hat man einfach ein paar vom Netz genommen. Das Ganze heißt dann Virtualisierung und bedeutet nichts anderes, als dass die benötigte „Leistung“ der Server einfach effizienter auf weniger Server verteilt wird.

Natürlich spielt auch das Thema Recycling eine Rolle. In neueren Rechnern werden keine Platinen aus Cadmium oder anderen giftigen Chemikalien mehr verbaut. Hat den Vorteil einer wesentlich sauberen Herstellung und einer umweltgerechten Entsorgung. Denn die „nicht giftige“ Informationstechnologie kann wieder recycelt werden.

In Summe hat mich Christians Bericht über das Thema Green IT sehr beeindruckt – vor allen Dingen das Ergebnis unterm Strich: Durch die Nutzung dieser Technik bei unserem Dienstleister MCS sparen wir rund 30 % – sowohl in Sachen Energieverbrauch als auch bei den Kosten. Auch wenn das die Server jetzt nicht wirklich grün macht, sondern nur im übertragenen Sinne, ist „Green IT“ doch eine nachhaltige Sache!