Zwischen unseren Erfahrungsberichten mit der hessnatur baby-Kollektion will ich heute mal über das schreiben, was uns ansonsten gerade beschäftigt.

Zum einen habe ich für mein Recyclinglabel „Ökoassi“ die erste Modenschau und ein Fotoshooting gemacht, an dem auch Jonas mitgewirkt hat: er war ein super Model und hat es sichtlich genossen, dass alle das schönste Lächeln aus ihm heraus zaubern wollten :-) . Und es hat geklappt, seht selbst!

Der neue Begriff für recycelte Klamotten ist ja Upcycling. Das bedeutet, dass man die alten Klamotten aufwertet. Mir fällt es noch schwer diesen Begriff als Verb zu gebrauchen. Ich versuche es mal: meine  „upgecycelte“ Kollektion besteht u.a. aus Patchwork-Röcken und Oberteilen, die aus alten T-Shirts entstanden sind. Außerdem gibt es Röcke aus ehemaligen Männerhemden, Ballonröcke aus Vorhängen und Bettwäsche oder Ponchos aus weichen Schals. Dazu Taschen, ebenfalls „upgecycelt“, aus Vorhängen, Shirts und seltenen Flohmarktfunden aus der Provence, die ich während unserer Reise im vergangenen Jahr erstanden habe. Auf der Facebook-Seite gibt es weitere Informationen dazu.

So ganz nebenbei :-) renovieren wir noch unser altes Haus. Auch hier sind uns natürliche Materialien sehr wichtig. Die alte Bruchstein- und Backsteinwand wollen wir im Obergeschoss von innen isolieren. Dafür bekommen wir gerade frisch geschnittenes Schilfrohr und jede Menge Lehmputz. Der Lehm wird nächste Woche von innen an sämtliche Außenwände aufgebracht, die Schilfrohrmatten mit Tellerdübeln an die Wand genagelt. Ist das geschehen, können wir endlich anfangen die Wandheizung in die Schilfrohrmatten einzuflechten. Zu guter Letzt kommt dann noch eine Lehmschicht auf die Heizschlangen. Und fertig sind die Wandheizung und die Innenwandisolierung!

Die Geschossdecke dämmen wir dann noch mit Cellulose (also Altpapier) und lassen noch ein paar Balken auf Sicht. Hört sich alles easy an und ist es letztlich auch. Dauert eben alles seine Zeit und Schweiß fließt auch die Stirn runter. Trotzdem: Wir haben Spaß bei der Arbeit und freuen uns auf unser eigenes Paradies zwischen Fachwerk, Obstbäumen, Feldern und Wäldern!

Im nächsten Blogbeitrag werde ich über unsere Erfahrungen – und natürlich von Jonas‘ Erfahrungen :-) – mit dem Sommerschlafsack schreiben.