Die achtziger Jahre waren so: Keine wollte aussehen wie die schicken Mädels mit den coiffeurierten Haaren aus den sechziger und siebziger Jahren. Wer sich nicht sofort dem Punk verschrieb, mit schriller Schminke und bunt gefärbten Haaren, wehrte sich anders gegen das Klischee „weiblich“. Frei nach Simone de Beauvoirs berühmten Ausspruch „On ne naît  pas femme, on le devient“ – „Man ist nicht als Frau geboren, man wird es“ – beschlossen wir, das zunächst einmal nicht zu werden. So!

Die Rede ist nicht von den Geschlechtsgenossinnen, die sich die Figur weghungerten. Nein, wir taten etwas anderes, wir kamen in Opas Satin-Schlafanzügen in die Schule (der einzige, der das heute noch macht, ist der New Yorker Maler, Fotograf und Filmemacher Julian Schnabel). Papas karierte Hemden schlotterten uns um die zerlumpten Jeans, meine Mutter musste mehrere Knäuel Wolle extra kaufen, bis mir der Pulli, den sie mir strickte, in die Kniekehlen hing. Mit dem neuen Teil schwang ich mich über Mauern, rutschte über Parkbänke und stellte alles Mögliche an, bis er endlich ausgeleiert war. Riesig war nun mal toll.

Papas Kleiderschrank plündern

Doch wir haben uns schon daran gewöhnt, dass das, was mal große Mode war, auch wiederkehrt. Stichwort Retro-Look. Doch nicht alles fällt darunter. Es gibt auch Neuinterpretationen, die wirklich witzig sind. Und anders nachhaltig als das „Aus-alt-mach-neu-Prinzip“, mit dem wir die Kleiderschränke älterer, vornehmlich männlicher Familienmitglieder plünderten. Zum Beispiel das Strickkleid aus reiner Bio-Schurwolle in der aktuellen Kollektion von  hessnatur.

Eigentlich ist es ein riesiger Pulli mit einem langen Strickbündchen in der Taille, oder eben auf der Hüfte, oder wo auch immer man es tragen will. Der Bund wird hier nämlich zum Rock und der übrige Pulli schoppt sich lässig drüber. Schoppen, geschoppt (nicht zu verwechseln mit shoppen!), das sind auch solche Retro-Wörter, aber gut aussehen tut das allemal. Zu diesem lässigen Strickkleid kombinieren unsere Stylisten gerne das große graumelierte Stricktuch aus Alpaka mit der handgearbeiteten Häkelkante.

Was wirklich groß ist

Unsere Schurwolle ist naturbelassen, frei von Schadstoffen und Mottenschutzausrüstungen. Sie ist von Natur aus atmungsaktiv und saugfähig, weshalb sie eine wohlig warme Hülle bietet. Und unsere Alpakas leben im Hochland von Peru. Dort kümmert sich Matthias Hess, der Sohn von hessnatur-Gründer Heinz Hess, um alle Belange rund um die Produktion unserer Textilien. Dazu gehört auch der ständige Austausch mit den Peruanern, die die Tiere halten. Ihr Wissen beim Gewinn und der Verarbeitung der federleichten und weichen Faser für hessnatur trägt zu der besonderen Qualität bei. Für Sie, damit Sie einem Modetrend folgen, sich an einer witzigen Design-Idee erfreuen können, ohne sich, der Umwelt oder sonst jemand zu schaden. Das ist wirklich ganz groß, oder?