Die genmanipulierte Kartoffel „Amflora“ darf im Freiland angebaut werden. Das wurde von der Europäischen Kommission so beschlossen. Amflora soll unter anderem besonders viel Stärke aufweisen und in der Industrie bei Papier-, Garn- und Klebstofffertigung eingesetzt werden. Mittlerweile ist sie auch schon als Tierfutter freigegeben.

Kritiker erklären, dass die genetische Veränderung der Pflanze eine Gefahr für die Natur sein könnte. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz erwähnt, dass eines des in der Stärkekartoffel enthaltenen Resistenz-Gens sich auf den Magen-Darm-Trakt übertragen könnte.

Auch wenn behauptet wird, dass die für die Industrie angebaute Kartoffelsorte nicht in die menschliche Nahrung gelangen soll, finde ich es fraglich, inwieweit sich die auf dem freien Feld angebaute Gen-Kartoffel auch wirklich eingrenzen lässt. Martin Hoffstetter von Greenpeace erklärt dazu: „Wo Genpflanzen angebaut werden, tauchen sie über kurz oder lang auch in Lebensmitteln auf.“

Es steht zur Diskussion, ob die Genehmigung für Amflora noch weitere Zulassungen für den umstrittenen Anbau von genmanipulierten Nutzpflanzen nach sich zieht. So liegen bereits weitere Zulassungsanträge für den Anbau veränderter Kartoffelsorten des Konzerns BASF vor. In Brüssel wurden von der EU-Kommission nun auch drei genmanipulierte Maissorten von dem US-Konzern Monsanto zugelassen.

Meiner Meinung nach werden angeblich ungefährliche Entwicklungsprojekte zu schnell frei gegeben, bei den erst im Nachhinein die Auswirkungen festgestellt werden. Im Supermarkt oder im Restaurant müssen Gen-Produkte gekennzeichnet sein. Doch eine Gefahr birgt sich bei der Tierfütterung mit Gen-Produkten. Hierbei müssen Milch, Fleisch und Eier dieser Tiere nicht gekennzeichnet werden. Es gibt aber einige Unternehmen, die den Aufdruck „ohne Gentechnik“ auf ihren Produkten abbilden und damit zeigen, dass sie auf Gentechnik im Futter verzichten – für mich ein klares Statement, das ich gerne unterstütze!