Dieses Motto, gepaart mit einer Abbildung der Sixtinischen Madonna von Raffael, versprach schwere Kost für das sonnige, spätsommerliche Wochenende in Fulda und die 20. Weleda Fachtagung für Hebammen. Ich war gespannt auf die Gründe für die Auswahl dieses Motivs und die Zusammenhänge mit dem Thema Wehenkräfte. Außerdem habe ich  mich im Vorfeld der Veranstaltung selbst gefragt, was  meine persönlichen Motive sind, mein freies Wochenende zu opfern und mich mit Kolleginnen dem Ansturm von 600 Hebammen auf unseren Stand „auszusetzen“. Mir ist klar geworden, dass es neben der gemeinsamen Arbeit mit dem Team und den interessanten Gesprächen mit den Hebammen, die sehr hessnatur-affin sind, die anthroposophischen Inhalte sind, die ich mit Spannung erwarte und die mir immer wieder einen völlig anderen Blick auf die Dinge ermöglichen.

Der große Ansturm der Hebammen findet während der Pausen zwischen den Vorträgen statt und die Hebammen  informieren sich an unserem Stand über die natürlichen Wickelmethoden und unser Baby-Sortiment.  In diesem Jahr haben wir für jede Hebamme ein Handtuch und einen Babybody als Geschenk mitgebracht, zum Weiterempfehlen unserer Produkte in den Kursen. Das ist sehr gut angenommen worden und unser Stand war sehr gut besucht.

Während der Vorträge hatten wir die Möglichkeit, abwechselnd bei den verschiedenen Referaten zuzuhören. So habe ich mir den Vortrag der Kunsthistorikerin Claudia Grah-Wittich über „Die Sixtinische Madonna als Kraftquelle“  angehört und etwas über die kosmischen Kräfte gelernt, die das Kind auf seinem Weg zur Erde unterstützen. Eher praktisch und mehr auf die physischen Bedingungen bezogen, war der Vortrag von Susanne Schwärzler,  die das Thema Beckenboden, als Kraft von innen, beleuchtete. Unbedingt hören wollte ich auch  die praktischen und theoretischen Ausführungen von Christina Hinderlich über die Besonderheiten bei Geburten und Wehenbegleitung in der anthroposophischen Geburtshilfe.

Ein Fazit, das ich aus den unterschiedlichen Vorträgen gezogen habe und auch der Haupttenor der Tagung, ist, dass wir bei Geburten wieder mehr auf die Natur und ihre Kräfte vertrauen müssen, und dass die Geburt nicht weiterhin unnötig technisiert und als „Krankheit“ betrachtet wird. Die wunderbare Aufgabe der Hebammen ist es, während der Schwangerschaft und unter der Geburt die Frauen einfühlsam vorzubereiten und zu begleiten, Zuversicht zu geben und Ängste zu nehmen. Natürlich gibt es auch Notfälle und Ausnahmen, aber dass in Deutschland jedes 3. Kind mit Kaiserschnitt zur Welt kommt (die Zahl der Kaiserschnitte hat sich in der vergangenen 20 Jahren verdoppelt), ist meiner Meinung nach besorgniserregend und zeugt nicht von Vertrauen auf die Kräfte der Natur.

Dieses Thema und viele andere  Aspekte der Hebammentätigkeit, natürlich auch das hohe Haftungsrisiko und die geringe Entlohnung, wurden von den Hebammen heftig diskutiert.  Wir brauchen diesen Kontakt mit den Hebammen, wir müssen teilhaben an ihrer Arbeit und ihren Problemen, denn sie sind den Müttern ganz nah und können, unter anderem auch mit den Erkenntnissen aus diesen  Tagungen, die Mütter gut beraten.

Intensiv und mit viel Freude haben wir uns also an diesem Wochenende wieder mit Themen rund um die Geburt auseinandergesetzt. Unsere Aufgabe als Unternehmen  bleibt es, für die liebevollen Hüllen der neugeborenen Babys zu sorgen – eine Hülle aus reinen Naturfasern,  natürlicher Schutz von Anfang an. Eine wichtige Aufgabe, die wir nicht vergessen dürfen  und dabei unterstützen uns die Hebammen. Vielen Dank!