Faires Kaufhaus gesucht

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      

 Am Wochenende habe ich meinen Kleiderschrank „ausgemistet“. Und während ich so sortiere und räume und der Stapel für den Kleidersack nur langsam und mühsam wächst (weil Frau ja grundsätzlich der Überzeugung ist, dass sie das alles bestimmt noch mal anziehen kann…irgendwann), fällt mir ein altes T-Shirt von hessnatur in die Hände, optisch durchaus noch „tragbar“, aber mir mittlerweile zu klein.

Und ich denke: Eigentlich könnte ich das Teil auch in die grüne Tonne werfen oder im Garten vergraben, weil komplett bio und kompostierbar 🙂 Netter Gedanke…mach ich aber natürlich nicht, weil das T-Shirt noch brauchbar ist und ich bei einer Millionen Tonnen Textilmüll im Jahr allein in Deutschland nicht noch Öl ins Feuer gießen will. Außerdem freue ich mich immer, wenn sich für meine ehemaligen Lieblingsstücke noch ein dankbarer „Nachfolger“ findet.

Stellt sich also die Frage, wohin damit bzw. was sich mit dem T-Shirt und den restlichen Textilien Sinnvolles anstellen lässt. Nachdem ich meine ausrangierte Garderobe bisher immer in die Altkleidersammlung gegeben habe, will ich es diesmal anders machen und meine Klamotten an ein soziales Kaufhaus verschenken. 

Der Gedanke, dass die Sachen Menschen mit wenig Geld zugute kommen, die unmittelbar in meiner Nähe, vielleicht sogar in meiner Stadt leben, finde ich irgendwie netter als die Vorstellung, dass die Teile mit „Empfänger unbekannt“ über den gesamten Erdball verstreut werden. Außerdem weiss ich von den fairhaus-Läden, an die hessnatur seine Restware verschenkt, dass sie Langzeitarbeitslose beschäftigen. Im Hinblick auf unsere aktuellen Arbeitslosenzahlen ein weiterer Anreiz für mich, meine textilen Schätze diesmal einer solchen Einrichtung zu spenden.         

Deshalb bin ich auf der Suche nach einem fairen Laden oder sozialen Kaufhaus in der Nähe, vorzugsweise im Raum Gießen oder Frankfurt. Vielleicht kennt einer von Euch ja eine entsprechende Adresse, die Ihr idealerweise schon mal selbst getestet habt und für empfehlenswert haltet?

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Kommentare
  • Dagmar(hessnatur) ,

    Tja, leider kenne ich hier in unserer Umgebung ein solches Haus nicht, aber ich möchte Dich gern auf das Mannheimer Markthaus aufmerksam machen: http://www.markthaus-mannheim.de. Das ist eine besondere Adresse, die ganz viele soziale und ökologische Aspekte unter einem Dach zusammenführt und ein unbedingt nachahmungswertes Beispiel für ganzheitlichen Konsum darstellt!
    Dank Dir übrigens sehr für diesen Artikel – wie oft geht man acht- und sorglos mit den ausgemisteten Klamotten um. Ich bringe so gut wie alles, auch von meinen kids zu einem Rot-Kreuz-Laden. In dem arbeitet meine Mutter ehrenamtlich. Die Teile werden dort für sehr kleines Geld weiterverkauft an alle, die gern auch mal was anderes anziehen möchten, aber einfach kein Geld haben. Und bei der Organisation dahinter braucht man keine Angst haben, dass kommerzielle Interessen im Vordergrund stehen!

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  • Christine Breitbach ,

    Hallo Frau Kuhnert,

    in Frankfurt gibt es einen Laden von OXFAM, hier kann man Kleidung und weitere Dinge abgeben, die dann dort verkauft werden. Der Erlös geht in soziale Projekte, die Mitarbeiter im Laden arbeiten alle ehrenamtlich.

    Viele Grüße
    Christine Breitbach

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  • Tanja Calce ,

    Ich denke ,mann kann das ganze sogar 2mal positiv verwerten.Gebe ich die Sachen nämlich umsonst weg,kauft jemand am anderen Ende sie zwar für kleines Geld…und das ist ntürlich Prima..aber man kann die Sachen auch auf dem Flohmarkt oder bei ebay verkaufen…Orte die auch vielen Menschen die einzige Möglichkeit bieten,für wenig Geld an vernünftige Kleidung zu kommen…um dann das eingenommene Geld nochmal an eine gemeinnützige Organisation zu spenden.Mann kann ja auch nur die Hälfte spenden..und so vielleicht einem Kind eine Augenoperation ermöglichen …oder einer Familie eine Ziege kaufen…das motiviert ungemein…und ich lass mich dann auch schon mal dazu hinreißen..lauthals meine Sachen anzupreisen..um möglichst viel Geld einzusammeln!

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  • Verena ,

    Vielen Dank für die wertvollen Tipps! In Anbetracht der vielen Möglichkeiten fällt mir die Entscheidung nicht leicht. Flohmarkt finde ich klasse, ist aber auch recht zeitintensiv und Zeit habe ich im Moment leider wenig. Mannheimer Markthaus wäre meine erste Wahl, wenn in Gießen oder Frankfurt 🙂 Aber Mannheim – da fehlt mir ein bisschen der regionale Bezug. Von daher denke ich, meine Klamotten werden in dem Laden von OXFAM landen – dieses Mal jedenfalls.

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  • Volkmar ,

    Hallo Verena und alle, die das hier lesen.
    Ich habe eine (sehr kleine) Organisation gegründet, womit ich / wir bereits seit vielen Jahren humanitäre Hilfe in Rumänien durchführen. (Mit meiner ersten Organisation war ich auch in Russland, Weißrussland, Albanien und im Kosovo) Alle bei uns arbeiten ehrenamtlich. Ihr könnt gerne auf unsrer Web-Site vorbei schauen und mich und die anderen, was wir tun, etwas näher kennen zu lernen. Ich bereite gerade unseren diesjährigen Hilfstransport „Familien helfen Familien“ – Ostern 2009 vor. Dabei sind wir über jede Unterstützung und Hilfe dankbar. Wenn’s also auch ein wenig weiter weg sein darf, dann könnt Ihr / können Sie gerne Pakete mit guter gebrauchter Bekleidung an; Spedition Schimpf, Reumtengrüner Weg 21 in 08236 Ellefeld schicken. Dort habe ich eine Außenstelle unseres Vereins und dort werden auch regelmäßig Spenden angenommen. Aber das ist nur ein Vorschlag. Volkmar Müller

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