Wir schreiben Freitag, den 02. Januar 2009. Ein perfekter Brückentag und ich sitze im Büro. Und obwohl ich mich erst schwer von meiner Familie trennen konnte, ist es wundervoll!

Auch wenn es mir zunächst so vorkam: Ich bin nicht alleine hier. Die Bereiche E-Commerce und IT sind fast vollzählig anwesend – der neue Onlineshop steht kurz vor seinem Start. Und wegen des Jahreswechsels fehlt die Finanzbuchhaltung natürlich auch nicht – Rechnungen müssen gebucht werden, das Kalenderjahr wird abgeschlossen. Nicht zu vergessen auch der Bereich Marketing&Vertrieb: Wir sind zu viert hier und bereiten schon einmal vor, was ab nächster Woche wieder mit voller Kraft angegangen und umgesetzt werden soll.

Alles in allem habe ich bei meinem Rundgang 19 Menschen und ungefähr 80 leere Schreibtische gesehen. Der Logistikbereich ist komplett dunkel, alarmgesichert und verschlossen. Irgendwie unheimlich. Aber auch faszinierend. Die hessnatur-Zentrale in Butzbach ruht sich aus. Sonst das pulsierende Herz der Marke mit Kollektionsräumen, Artikelauswahlgesprächen, Jahresplanungen und Projekt-Meetings, schweigen heute die verglasten Wände unserer Büros. Kein Lachen dringt durch, kein hektisches Flitzen durch die Gänge, keine Gespräche zwischen Tür und Angel, kein Telefon klingelt.

Die Einsamkeit hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Einerseits liebe ich die Stille und Ruhe, die ich hier heute finde. Zeit, um 2008 sauber abzuschließen und die eine oder andere verspätete Weihnachtspost zu lesen. Zeit, um besonnen und entspannt die nächsten Wochen zu planen. Passend dazu überzieht draußen ganz leise eine dünne Schicht Schnee die Wetterau.

Andererseits vermisse ich diese lebendige Betriebsamkeit, die hier sonst herrscht. Was wäre ein Arbeitstag ohne die täglichen Gespräche, Konflikte und Kompromisse! Nur so spüren wir doch, wie wichtig uns unsere Arbeit ist, wie es voran geht mit hessnatur und unserer Welt. Diese große Portion Menschlichkeit ist doch der eigentliche Grund, um Spaß und Zufriedenheit beim Arbeiten zu erfahren. Oder nicht?

Umso mehr freue ich mich auf nächsten Montag, wenn wir alle wieder gemeinsam eintrudeln, die ersten Termine stattfinden und es aus der Cafeteria zwischen zwölf und eins wieder laut klappert und plappert. Und ich persönlich starte garantiert aufgeräumt, vorbereitet und gespannt ins Jahr 2009.

In diesem Sinne: Ein gutes Neues Jahr!