Mit zwei Jeeps, Sonnenschein und gutem Proviant an Board starteten wir unseren Trip durch die Anden mit dem Ziel Alpakafarm. Doch die Vorfreude wurde durch die Angst vor der Höhenkrankheit ein wenig gebremst. Von Kopfschmerzen, über Erbrechen und Schwindelgefühle waren wir auf alles gefasst. Im Auto konnten wir die Höhenmeter durch eine digitale Anzeige verfolgen, immer höher gings vorbei an kleinen Dörfern und immer größerer Abgeschiedenheit.

Überwältigt von der beeindruckenden Landschaft kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus! Ein besonderer Höhepunkt war das Antreffen einer großen Vikunja-Herde, was sehr selten zu sehen ist. Diese Tiere leben nur in freier Wildbahn und haben eine unglaublich feine Faser. Sie zählt wohl mit zu der wertvollsten in der Welt und ist die feinste unter den südamerikanischen Kameltieren.

Im nächsten Dorf machten wir an einem traditionellen Markt halt, dort gab es alles was die ländliche Bevölkerung zum Leben braucht wie Lebensmittel und Kleider. Es gab sogar einen kleinen Stand, an dem wir über ausgewogene Ernährung aufgeklärt wurden. Von den vielen Eindrücken, den bunten Farben, der schönen Musik und der Ursprünglichkeit des Markttreibens waren wir total begeistert.

Vorbei an Schäfern mit ihren Alpakaherden und mehreren Dorfgemeinschaften kamen wir in immer höhergelegene Regionen, wo wir einen wirklich schönen Picknickplatz fanden. Glücklicherweise ging es uns allen den Umständen entsprechend gut doch wir merkten, dass wir in der Höhe langsamer machen müssen. Bei jeder kleinen Anstrengung mussten wir erst mal schnaufen und der Kopf pochte immer mehr.

Nachdem wir schon relativ leicht gegessen hatten, merkten wir wie das Blut in den Bauch ging und Schwindelgefühle dazu kamen. Diese Symptome verstärkten sich bis wir schließlich auf dem höchsten Punkt unserer Fahrt, bei ca. 4700 m ankamen. Sehr erschöpft kamen wir nach mehreren Stunden Fahrt auf der Alpakafarm „Pacomarca“ an. Dort erwartete uns eine Tasse Cocatee und ein gutes Abendessen, dass uns gut schlafen lies.