Lepra ist eine heilbare und noch immer grassierende Krankheit. Vor allem in Nepal leiden noch immer viele Menschen an der Krankheit. Und sie leiden nicht nur unter der Krankheit sondern vor allem auch unter der gesellschaftlichen Isolation, die oft mit der ansteckenden Krankheit verbunden ist.
Deshalb unterstützen wir von hessnatur seit vielen Jahren die Initiative des Vereins Nepra e.V. aus Deutschland, die sich in einem Resozialisierungsprojekt für die Zusammenarbeit von ehemals kranken und gesunden Menschen einsetzt. In eigenen Textilwerkstätten sollen Geheilte den Weg zurück ins Alltagsleben finden, indem sie feinste Fäden zu kostbaren Stoffen wie Wolle, Kaschmir und Pashmina verweben, aus denen dann exquisite Kleidungsstücke entstehen.
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Wir von hessnatur nehmen bewusst Produkte aus den New SADLE-Werkstätten ab, so etwa den handgewebten Pashmina-Schal, einen “Klassiker” in der hessnatur-Weihnachtskollektion. Deshalb begrüßen wir von hessnatur das jüngste Dokumentarfilmprojekt der beiden Butzbacher Filmemacher Hartmut Schotte und Daniel Libertus. Für ihren nächsten Film „Losing Touch“ wollen die beiden nach Nepal reisen und das fast vergessene Thema Lepra aufgreifen. Dabei sollen vor allem die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen in Bild und Ton zur Sprache kommen, ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit und den Folgen schildern.
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Förderer gesucht
Eine große Hürde stellt die Finanzierung des Projekts dar. „Losing Touch“ wird nicht von einem großen Sender oder Studio produziert, sondern entsteht komplett in Eigenregie. Um den Film überhaupt drehen zu können, verzichten alle Beteiligten vorerst auf ihre Gage – die technische Ausrüstung stellt zu großen Teilen FirstGrade Studios zur Verfügung. Dennoch wird immer noch ein Betrag von rund 12.500 Euro benötigt, um die Ausgaben für Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung zu decken. Um dieses Geld aufzubringen, sind die Filmemacher auf Unterstützung angewiesen. Dafür haben sie eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen, wo sich jeder beteiligen und damit direkt einen kleinen Beitrag zur Realisierung des Films leisten kann. Rund 9.000 Euro sind so in den letzten Wochen schon zusammen gekommen, aber den letzten Rest gilt es jetzt noch zu erreichen.

Unterstützen kann man das Projekt noch bis zum 1. März im Internet auf der Crowdfunding-Plattform „Startnext“.
Berlinale im Blick
Wenn alles gut geht, will die Gruppe wie geplant Ende März zu den vierwöchigen Dreharbeiten nach Nepal aufbrechen kann. Der Film soll dann noch in diesem Jahr fertig gestellt werden, Ziel ist die Einreichung bei der Berlinale im Februar 2015, wo der Film seine Weltpremiere feiern soll. Die ersten öffentlichen Vorführungen sind dann im Frühjahr geplant.