Diese Woche war der Internationale Tag der Menschenrechte. Er erinnert daran, dass am 10. Dezember 1948 die Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet hat. Zur Erinnerung: Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende gegangen, bis jedoch der Krieg im Pazifik beendet war, musste die Menschheit im August 1945 noch den Abwurf der Atombomben durch die USA über Hiroshima und Nagasaki erleben, bevor am zweiten September 1945 auch hier der Krieg ein Ende nahm.

Der Zweite Weltkrieg involvierte 60 Staaten, über 110 Millionen Menschen waren in kriegerischen Handlungen involviert. Die Opferzahlen werden auf 60 bis 70 Millionen Menschen geschätzt. Zum Vergleich sei daran erinnert, dass die Bundesrepublik Deutschland circa 82 Millionen Einwohner zählt. Die Verabschiedung der Menschenrechtscharta geschah direkt unter dem Eindruck der verheerenden Folgen des Krieges, nicht zuletzt der Genozide an Juden und Roma durch das Nazi-Regime in Deutschland.

Die Menschenrechte sind unveräußerlich, das heißt, sie sind für alle Menschen ohne Unterscheidung nach Ethnie, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, religiöser oder politischer Überzeugung sowie sozialer Herkunft gültig. Und vor allem gelten sie auch am Arbeitsplatz. Die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat deshalb die Kernarbeitsnormen formuliert, die von 185 Staaten ratifiziert wurden und zu denen sich hessnatur klar bekennt. Deren vier Grundprinzipien sind:

Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
Beseitigung der Zwangsarbeit
Abschaffung der Kinderarbeit
Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf

Allerspätestens seit dem Rana-Plaza-Unglück in Bangladesch ist es klar, dass Arbeitnehmer der Textilbranche besonders gefährdet für Ausbeutung und gefährliche Arbeitsbedingungen sind. hessnatur setzt sich seit Jahren dafür ein, dass in den Produktionsstätten des Unternehmens faire Arbeitsbedingungen herrschen und auskömmliche Löhne gezahlt werden. Im Jahr 2005 wurde hessnatur als erstes deutsches Unternehmen Mitglied der Fair Wear Foundation, einer niederländischen gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation, die sich für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Textilbranche einsetzt. Weil die Würde des Menschen unantastbar ist und bleibt.