Der Satz aus der Bibel und von Xavier Naidoo in aktuellem Sound besungen – hat seit gestern noch eine weitere Bedeutung hinzugewonnen: Der Genmais-Anbau in Deutschland ist verboten! Viele Akteure, viele Unterschriftenaktionen und dank großer Aufklärungsarbeit konnten Menschen Einfluss auf Politik und Entscheidungen ausüben und entgegen rein wirtschaftlicher Interessen für den Erhalt der Natur sorgen. Danke für den Mut zu dieser Entscheidung!

 

Ob wir diesen Schritt für Baumwolle auch einmal erreichen können? Die Informationen über genmanipulierten Baumwollanbau aus der Presse sind breit gefächert und bieten dem Leser kein klares Bild. Das Thema erhitzt die Gemüter, immer weiter wird sie beschnitten, die Kompetenz von Mutter Natur: Der Anbau von genmanipulierter Baumwolle breitet sich mehr und mehr aus, die Folgen sind nicht absehbar, weder für den Träger der daraus gefertigten Textilien, noch für die Natur. Schädlinge sollen nach vier Saisons scharenartig über diese neuen Sorten herfallen, berichtete die Schrot & Korn im September 2008.

 

Wir selbst berichteten schon in unserer Dialogbeilage im Herbst/Winter-Katalog 2004/05 besorgt: „Am Anfang klang es mal wieder so, als könnte die Technik die Natur entlasten und den Menschen dem Paradies ein Stück näher bringen: 1996 begann die Industrie ihre Überzeugungsarbeit hinsichtlich einer genetisch modifizierten (transgenenen) Baumwolle – dieser Stoff sollte in jeder Hinsicht nur Gutes bewirken. Und wie es dann meistens läuft: Erst einmal erlaubt, betrug der Anteil der transgenen Baumwolle in nullkomma nichts ein Viertel der Weltproduktion.“

 

Das war 2005. Wenn wir Textilien aus konventioneller Baumwolle kaufen, wissen wir nicht, ob sie aus transgener Baumwolle hergestellt sind. Sie ist nicht deklarationspflichtig. Nur bei einem können wir sicher sein: Der kontrolliert biologische Anbau von Baumwolle (kbA) verbietet genetisch veränderte Organismen und braucht grundsätzlich keine Chemie. Bio-Baumwolle ist also ein Schutz vor Genmanipulation. – Das Logo hessnatur auch, muss ich jetzt einfach mal stolz – und überzeugt – hinzufügen.