Am Freitag besuchten meinen Kolleginnen Jessica, Julia und ich die Wetterauer Werkstätten der Behindertenhilfe in Ockstadt, um uns die Arbeitsschritte einer Logobestickung auf unserer Schulkleidung anzusehen.

Für das hessnatur Schulkleidungsprojekt unterstützt uns die Behindertenwerkstatt in Ockstadt mit der individuellen Bestickung von Logos auf der Schulkleidung. Die Schulen entwerfen hierfür ihr eigenes Logo, in Form eines Bildes oder eines Schriftzuges, welches dann von der Behindertenhilfe auf die Kleidung gestickt wird.

In der Behindertenhilfe in Ockstadt sind ca. 200 Menschen mit Behinderungen in den unterschiedlichsten Geschäftsfeldern beschäftigt. Je nach der persönlichen Neigung und Fähigkeit sind sie unter anderem in den folgenden Arbeitsbereichen tätig: Verpackungsservice, Mediendesign, Garten- und Landschaftspflege oder dem Logo-Fix Studio, in dem unsere Schulkleidung bestickt wird.

Zu Beginn wurden wir von Herrn Engel, dem Produktionsleiter in den Wetterauer Werkstätten, freundlich empfangen und bei Plätzchen und Kaffee mit Informationen rund um die gemeinnützige Einrichtung versorgt. Ein gemeinsamer Rundgang führte uns durch verschiedene Werkstattbereiche bis hin zu dem Arbeitsraum, in dem die textile Veredelung stattfindet und die Mitarbeiter des Schulkleidungsprojekts arbeiten.
 
Das geschäftige Treiben dort verriet uns, dass hier schon kräftig an der Schulkleidung gearbeitet wird. Allein 10 Mitarbeiter sind im Logo-Fix-Studio beschäftigt und werden durch weitere vier Betreuungspersonen unterstützt.

Bevor jedoch überhaupt mit der eigentlichen Bestickung begonnen werden kann, sind verschiedene Vorarbeiten mit dem Computer durchzuführen, die dann auf die hochmodernen Stickmaschinen übertragen werden, wie z.B. die Anpassung der Logo-Größe, Zuordnung der Garnfarben etc. Begleitet von dem feinen Schnurren der Nähnadel erhält das Logo dann seine finale Position. 

Trotz des technischen Standards ist die professionelle menschliche Arbeitskraft einfach nicht wegzudenken. Die Wunschpositionen des Logos, die vom Schüler vorher ausgesucht wurden, müssen dabei präzise und individuell vermessen und anschließend in die Stickrahmen gespannt werden.

Auch die Arbeit von Peter Winkler, einnem Mitarbeiter (hier auf dem Bild zu sehen), trägt zur schnellen Bearbeitung der Schulkollektion bei. Er sorgt zum Beispiel für die Zuordnung der hessnatur Banderole am Kleidungsstück. Heidrun Krohm hingegen ist für die Säuberung des Logos von Vliesresten und die abschließende Verpackung zuständig.

Der Besuch in der Behindertenhilfe Ockstadt hat uns einen tollen Einblick in den dortigen Arbeitsalltag gegeben, der einer der wichtigsten Bausteine des Schulkleidungsprojektes ist. Vielen Dank.