Der Großteil der Alpakawolle kommt in Peru von sogenannten Comunidades, das sind kleine Lebensgemeinschaften von meist zwei bis drei Familien, die irgendwo in den Weiten der Anden ihre Steinhäuser gebaut haben und dort Alpakas halten.

Wir waren bei einer dieser Gemeinschaften zu Besuch und konnten uns ein Bild davon machen, wie sie dort leben. Diese Einfachheit, d.h. ein Leben ohne Strom, Telefon und Internet zu führen ist für uns kaum vorstellbar. Sie besitzen ca. 200 Alpakas, die tagsüber frei laufen und nachts in der nähe der Häuser auf einer Koppel stehen, um sie zu schützen. Der Gewinn, den die Familien durch die Alpakawolle erzielen reicht ihnen nicht zum leben, deswegen müssen einige von ihnen noch anderweitig Geld verdienen. Diese Familie hält neben den Alpakas noch Kühe, die ihnen ein weiteres Einkommen verschaffen.

Die Besitzer von Pacomarca engagieren sich sehr, diesen Bauern durch Aufklärungsarbeit und Schulungen zu helfen, ihren Gewinn an Alpakawolle zu maximieren. Z.B. indem sie ihnen erklären, wie sie die Tiere füttern und kreuzen können. Ein Beispiel waren Alpakas mit einem stark ausgeprägtem Unterbiss: Diese Tiere können nicht ausreichend an Gras zu sich nehmen, worunter dann letztendlich die Qualität der Fasern leidet.

Es ist uns klar geworden, dass durch kleine Hilfsmittel und Aufklärung ein höherer Ertrag für die Farmer möglich wäre und sie somit ihren Lebensstandard erhöhen könnten. Wir alle sollten beim Einkauf unserer schönen Wollkleidung den Wert der Ware erkennen und nicht versuchen einen Preisdruck zu unterstützen, der letztens den Bauern schadet, ohne die es die Fasern gar nicht gäbe!