Webstuhl
Alles hat seinen Preis – und wenn man Dinge besser machen möchte als andere, kostet das in der Regel auch mehr. Das trifft auf die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu. Denn Können und Qualität sind für uns wichtiger als ein günstigster Preis.

Für uns bei hessnatur besteht die Grundlage für die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten in dem Aufbau einer stabilen, langjährigen Partnerschaft. Das ist notwendig, denn unsere Hersteller sind in der Regel echte Spezialisten für die Verarbeitung von bestimmten Naturfasern wie Seide oder für einzelne Produktgruppen. Strickpullover zum Beispiel, Strumpfwaren oder Jacken und Mäntel. Über Jahre wird in der Zusammenarbeit ein hohes ökologisches und verarbeitungstechnisches Know How aufgebaut.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/2009 haben wir mit 117 Bekleidungslieferanten und dabei insgesamt 166 Nähereien zusammengearbeitet. Etwa 60 Prozent der Betriebe befinden sich innerhalb von EU-Mitgliedsstaaten. Aber: Warum wird nicht mehr bzw. nur in Europa produziert?

Dafür gibt es verschiedene Gründe: Viele Spezialisten für die Verarbeitung bestimmter Fasern sind gerade auch in deren Anbau­ländern zu finden. So beziehen wir etwa aus China hauptsächlich Artikel aus landes­typischen Fasern. Wie zum Beispiel Seide, Hanf oder Edelhaare wie Kaschmir. Die Fasern werden heute zu großen Teilen in China gewonnen und verarbeitet, so dass sie in anderen Produktionsländern kaum erhältlich sind. In Bangladesch kooperieren wir mit der Firma Grameen Knitwear, einer Textilproduktionsfirma, die zum Netzwerk der Grameen-Bank gehört.

Kompetenzzentren für die Verarbeitung von Baumwolle liegen beispielsweise in der Türkei, für die Konfektion von Jersey und Nachtwäsche im Baltikum. Gleichzeitig werden zunehmend Konfektionsbetriebe gerade auch in Deutschland geschlossen. Fachliches Know How geht verloren. Eine weitere Verlagerung der Produktion ins Ausland ist damit bei unserer großen Artikelvielfalt nicht zu vermeiden. Trotz aller Bemühungen ist manchmal der Wechsel zu neuen Produzenten notwendig. Dies kann zum Beispiel wegen Qua­li­tätsproblemen, verspäteter Lieferungen oder Änderungen der Sortimentsgestaltung der Fall sein.

Neue Lieferanten werden sehr sorgfältig ausgewählt. Bevor die Zusammenarbeit beginnt, wer­den die Betriebe von uns besucht. Dabei wird überprüft, ob der Produzent unsere qualitativen, ökologischen und sozialen Anforderungen erfüllen kann.