Immer wieder gibt es kontroverse Meinungen zum Thema Sonnenschutz der Haut. Es gibt Stimmen, die behaupten: Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser kann Hautkrebs verhindert werden.

Die Schweizerische Krebsliga hingegen macht darauf aufmerksam, dass mit dem Faktor 15 bereits neunzig Prozent der UV-B-Strahlen herausgefiltert werden könnten.  Mit höheren Schutzfaktoren nehme die Filterwirkung nur noch sehr geringfügig zu, unter Umständen sei aber die Belastung für die Haut durch chemische Inhaltstoffe höher. So steht es in einem Kosmetikratgeber von Heinz Knieriemen. Ganz sicher ist es auch nicht vorteilhaft, wegen des vermeintlich besseren Schutzes länger in der Sonne zu verweilen.

Bei den Lichtschutzfiltern wird grundsätzlich zwischen chemischen und physikalischen UV-Filtern unterschieden. Die chemischen Filter dringen in die Haut ein, bilden in der Hornschicht einen unsichtbaren Schutzschild und absorbieren dort die Sonneneinstrahlung. Um einen breiten Schutz zu erreichen, wird meist die Kombination verschiedener Substanzen als UV-Filter eingesetzt. Mineralische Filter dringen nicht in die Haut ein. Sie liegen auf der Hautoberfläche und reflektieren dort das Licht, wirken also physikalisch. Unangenehme Begleiterscheinung ist ein weißlicher Film, den inzwischen einige Hersteller durch natürliche Einfärbung abschwächen konnten.

Bis zum Faktor 25 sind Sonnenschutzmittel ohne chemische UV-Filter erhältlich. Umso mehr wundert es mich, dass Ökotest in seiner aktuellen Ausgabe zwei Lippenpflegestifte mit UV-Schutz empfiehlt, die chemische Lichtschutzfilter enthalten. Das ist dem Begleittext aber leider nicht zu entnehmen. Ok, es ist die Rede von den „anderen“ UV-Filtern, zu denen es an entsprechenden Untersuchungen bezüglich der hormonellen Effekte mangeln würde. Aber ob die nun bewertet werden oder nicht, geht daraus nicht hervor.

Darum habe ich mal nachgeschaut und in der INCI der empfohlenen Produkte folgende Stoffe entdeckt.

BUTYL METHOXYDIBENZOYLMETHAN + ETHYLHEXYL METHOXYCINNAMAT:

beeinflusst negativ die Fortpflanzungsfähigkeit
kann Erbgut verändern
hormonaktiv
allergisierend
nicht UV-stabil
löst häufig Hautirritationen aus
schützt das kosmetische Mittel vor den Einwirkungen von UV-Licht
Filtert bestimmte UV-Strahlen, um die Haut oder das Haar vor deren schädlichen Einwirkungen zu schützen
schützt vor Sonnenbrand

Die Wirkungen dieser Stoffe sind auf der Webseite der Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit zu finden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über Risiken und Nebenwirkungen von Kosmetikprodukten aufzuklären.

Beruhigend sind dagegen die Wirkungen der mineralischen Lichtschutzfilter.

TITANIUM DIOXID:

verringert die Transparenz und Lichtdurchlässigkeit von kosmetischen Mitteln
schützt das kosmetische Mittel vor den Einwirkungen von UV-Licht
schützt vor Sonnenbrand
reflektiert UV-Strahlen
dringt nicht in die Haut ein
empfehlenswerter Stoff

ZINC OXID:

verringert die Schüttdichte von kosmetischen Mitteln
schützt das kosmetische Mittel vor den Einwirkungen von UV-Licht
schützt vor Hautkrebs
reflektiert UV-Strahlen
hilft schädigende Einwirkungen auf die Haut durch äußere Einflüsse zu vermeiden
schützt vor Sonnenbrand
pflegt die Haut
empfehlenswerter Stoff
dringt nicht in die Haut ein

Also … ich habe keine Zweifel bei der Auswahl des richtigen Sonnenschutzes. Und auch bei uns im Laden Butzbach gibt es nur die „Guten“, das kann ich Ihnen versichern!