Die Farm mit rund 2300 Alpakas liegt sehr abgeschieden in einer wunderschönen Gegend in den Anden. Wir haben uns sofort in die großen Augen dieser süßen Tiere verliebt. Glücklicherweise waren einige der Tiere sehr zutraulich und ließen sich streicheln und knuddeln. Die verschiedenfarbigen Felle sind kuschelig weich und unterscheiden sich in Suri-, langes, glänzendes und welliges Tierhaar und in Huacaya-Alpaka mit schwämmigem Haar.

Die Farm Pacomarca, was sich mit „Land der Alpakas“ übersetzen lässt, ist stolz auf ihre modernen Techniken der Viehzüchtung. Es existieren ca. drei Millionen Alpakas in Peru, was etwa 80% der Weltpopulation entspricht. Diese liegen hauptsächlich in den Händen kleinerer Bauern, die diese modernen Techniken nicht nutzen.  Auf Pacomarca werden wissenschaftliche Tests durchgeführt, um die feinsten Alpaka-Fasern Perus wiederzuerlangen. Uns wurde erzählt, dass diese feinste Art der Alpakafaser während der spanischen Eroberung verloren ging, da sich die Alpakas mit den Lamas vermischt haben. Die Forscher auf der Farm sind nun dabei, durch Fütterung und Kreuzung der schönsten Tiere, den Ertrag an feinsten Fasern zu maximieren.

Auch wenn gerade keine Scherzeit ist, wollten sie uns das nicht vorenthalten und wir durften mithelfen! Wir hatten Angst davor, die Tiere zu schneiden, deshalb waren wir etwas zurückhaltend und haben zu wenig Wolle abgeschoren. Dass die Arbeiter in acht Minuten ein Tier scheren, konnten wir kaum glauben. Auch hier ist die Farm besonders Fortschrittlich, da sie bereits beim Verpacken des Wollvlies die feinen und groben Fasern trennt. Dies erleichtert das Sortieren der Wolle, was wir ja in Arequipa bereits gemacht haben.

Das Wochenende auf der Alpakafarm war eine schöne Erfahrung, es war sehr gemütlich und wir wurden bestens mit gutem Essen und warmem Tee versorgt. Die Alpakas sind ganz süße Tiere, umso lieber kuscheln wir uns jetzt in unsere Alpakapullover.

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