In einer weltweit einzigartigen Initiative hat die ESMOD Berlin (Internationale Kunsthochschule für Mode) den Studiengang „Sustainability in Fashion“ eingeführt. hessnatur unterstützt den einjährigen Masterkurs durch die Entsendung von Rolf Heimann, Leiter Innovation und Ökologie, als Lehrkraft und durch die Vergabe eines Vollstipendiums an Anna Johannsen, die hier im Blog mit Euch ihre Erfahrungen teilt:

Was macht man eigentlich in einem Sustainability Masterstudiengang? Der englischsprachige Studiengang ist in drei Bereiche aufgeteilt: Design, Modetheorie und Marketing. Neben dem eigentlichen Kreieren von Bekleidung, Taschen und Accessoires lernen wir zudem viel über Materialien, die Produktion sowie Besonderheiten im Bereich Eco-Fashion.

In den Modetheorie-Vorlesungen unterstützt uns Renate Strauss, unsere Idee mit fundierten theoretischen Ansätzen zu Konzepten wachsen zu lassen. Um das entstandene Produkt erfolgreich zu publizieren, erfahren wir bei Wickie Meier im Fach Marketing alles über „nachhaltiges“ Marketing, Trend-/Markt Recherche, Zielgruppenanalyse, Distribution und Werbemaßnahmen.

Die ersten Monate sind wie im Flug vergangen und ich bin um die Erfahrung dreier ganz unterschiedlicher Workshops reicher.  Der erste Workshop gab uns eine guten Einblick in das Thema „Cradle-to-Cradle“. Es geht darum nicht „weniger schlecht“ zu produzieren, sonder von Anfang an gute und durchdachte Produkte zu entwickeln,  die entweder biologisch abbaubar oder zu 100% „upcycled“ werden können, wodurch ein qualitativ gleich bleibendes oder besseres Produkt entsteht.

Im zweiten Workshop behandelten wir das Thema „Inclusive Design“. Das Ziel von diesem Konzept ist es, eine größt-mögliche Konsumentenschar anzusprechen, ohne dabei die bekannte „one-size-fits-all“-Strategie zu fahren. Wichtig ist, dass jeder Mensch integriert wird, egal ob er nicht sehen kann oder im Rollstuhl sitzt. Der dritte und derzeitige Workshop drehte sich um die Entwicklung eines Pop Up Shops für die Berlin Fashion Week.

Obwohl das Studium sehr intensiv ist und oft die Zeit knapp ist, um alle Bereiche  genau auszuarbeiten, lerne ich enorm viel über Nachhaltigkeit und komme meinem  Ziel immer näher, einen Betrag zur Verbesserung der Moderbranche hinsichtlich ökologischer und  sozialer Gesichtspunkte zu leisten.