Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist, wir haben sehr viel erlebt und es wird wohl noch Wochen dauern, bis wir alles realisiert haben.

Für uns standen heute noch einige Aktivitäten in Cusco auf dem Programm, diese mussten wir allerdings umdisponieren, da ein Streik angekündigt war. Die Leute gingen auf die Straße um gegen weitere Privatisierungen des öffentlichen Eigentums zu protestieren. Aus diesem Grund blockieren sie Straßen und Geschäfte, und Sehenswürdigkeiten bleiben geschlossen.

Wir hatten Glück und konnten am Vormittag noch den Sonnentempel Qorikancha besuchen. Von diesem ist, nach dem Einzug der Spanier nach Südamerika, nicht mehr viel erhalten, da sie den Tempel fast bis auf die Grundmauern zerstörten und eine Kathedrale darauf errichtet haben. Ganz der Sonne nachgeahmt, waren viele Teile des Tempels in pures Gold gefasst, das von den Spaniern geplündert und nach Europa verschafft wurde. Man sagt, mit der Menge an Gold, das von den Inkas genommen wurde, könnte man eine Brücke aus reinem Gold von Südamerika nach Europa bauen. Besonders grausam fanden wir auch, dass die indigene Bevölkerung gezwungen wurde, ihre Mauern einzureißen, christliche Kirchen zu erbauen und mit die entsprechenden Gemälde anzufertigen.

Zu Fuß erkundeten wir das Künstlerviertel San Blas, das uns, mit seinen süßen, engen Gassen, kleinen Läden und seinem ganz besonderem Charme, sehr gut gefallen hat.

Den Rest des Tages nutzten wir um noch einpaar Souvenirs zu kaufen, unsere Koffer zu packen und unseren letzten Abend mit einem Pisco Sour ausklingen zu lassen. Da für morgen wieder Streiks angekündigt sind, werden wir früh aufstehen, um nicht zu Fuß zum Flughafen laufen zu müssen.