Anfang des Jahres trat das Gesetz zur Frauenquote in deutschen Aufsichtsräten in Kraft. Demnach müssen die Aufsichtsräte von großen Aktiengesellschaften künftig zu 30% mit Frauen besetzt sein. Eine kurze Umfrage unter hessnatur-Kolleginnen bestätigt: Quotenfrau? Nein, danke! Alle sind der Meinung, dass jede Frau mit entsprechender Qualifikation und Können es aus eigenem Antrieb heraus in die Führungsetage schaffen kann – ohne gesetzliche Vorgaben.

Nun haben wir bei hessnatur eine besondere Ausgangslage für diesen Optimismus: Aktuell stehen 24 weibliche Führungskräfte 13 männlichen Führungskräften gegenüber, das macht eine Frauenquote von knapp 65% Schlüsselpositionen sind mit Frauen besetzt. So steht Tanja Hellmuth an der Spitze des Designs, Betina Breucha zeichnet für das Marketing verantwortlich und Kristin Heckmann leitet den für hessnatur essentiellen Bereich Corporate Social Responsibility. Weitere Abteilungen, gerne als „Männerdomäne“ bezeichnet, werden im Unternehmen von Frauen geführt: Darunter IT, E-Commerce, Personal, Finanzen und viele Bereiche der Logistik. Doch wie kommt das?

Zum einen ist der hohe Frauenanteil historisch gewachsen. 1976 gründete Dorothea Hess das Unternehmen nach der Geburt ihres Sohnes, für den sie keine Babykleidung aus natürlichen Fasern fand. Von Anfang an spielte also eine Frau und ihre Vision eine zentrale Rolle im Unternehmen. Alexandra Puchta, Referentin Personal- und Organisationsentwicklung bei hessnatur, weiß außerdem: „Die Branche und ihre Anforderungen bringen vermehrt weibliche Bewerberinnen mit sich. Da in den Bereichen Retail und Kundenbetreuung durch die geforderte Erreichbarkeit für den Kunden viele Teilzeitkräfte benötigt werden, liegt auch hier der Prozentsatz von Frauen im überdurchschnittlichen Bereich.“

Unterstützt werden sie übrigens durch eine Anzahl von Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. So steht den hessnatur Mitarbeitern neben der Option auf flexible Arbeitszeitmodelle, Arbeitszeitreduzierung und Einrichtung eines alternierenden Heimarbeitsplatzes auch ein Kinderbetreuungszuschuss für Kinder unter 3 Jahren zu. Im Notfall können in einigen Bereichen die Kleinen mit zur Arbeit gebracht werden. Diese Maßnahmen können selbstverständlich von Müttern und Vätern in Anspruch genommen werden.

 

 

Ein weiterer Faktor: hessnatur befindet sich im Wandel. Um erfolgreich zu sein, muss das Unternehmen neue Märkte erschließen. Und was liegt da näher als in eine modische Zukunft zu investieren? Dieser Schritt bringt jedoch einen enormen Veränderungsprozess mit sich. Entscheidungen werden getroffen, über Bord geworfen und neu verhandelt. Und auch wenn es sich wie eine Banalität anhört: Genau dort setzt die Frauen-Power von hessnatur an. In diesem Umfeld bedarf es Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und der Fähigkeit sich optimal zu vernetzten und damit schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Darüber hinaus muss das große Ganze im Blick behalten werden und die Mannschaft immer wieder neu für die Veränderungen begeistert werden. Typisch weibliche Fähigkeiten, die wir im Laufe der Evolution entwickelt haben. Das bedeutet natürlich nicht, dass Männer dies nicht auch leisten können!

Dass die Frauenquote im Unternehmen insgesamt bei über 80% liegt, sehen die männlichen Kollegen übrigens in der Tat gelassen. Der generelle Tenor: Alle Mitarbeiter werden bei hessnatur gleich behandelt. Es kommt nicht auf das Geschlecht, sondern auf Leistung, Qualität und Innovationsstärke an. Das ist alles, was man braucht, um nach ganz oben zu kommen – egal, ob Mann oder Frau.