Mittlerweile haben wir leider schon unsere letzte Station erreicht, auf dem Rückweg vom Machu Picchu sind wir gestern Abend in Cusco angekommen.

Cusco ist eine schöne und sehr lebhafte Stadt, die früher die Hauptstadt der Inka war. Der Name Cusco bedeutet in der Quechua-Sprache „Nabel“, ihr Grundriss war einst die Form eines liegenden Pumas, was für die Inka eine große Bedeutung hatte. Der Puma symbolisiert das Hier und Jetzt und die Aufmerksamkeit, die man bestimmten Dingen gibt.

Die Inkastätte Sacsayhuaman stellt den Kopf des Puma dar, sie wurde von den spanischen Erobern zerstört und heute ist nur noch ein Drittel der Anlage erhalten. Unvorstellbar, wie die Inka bis zu 350 t schwere Steinblöcke an diesen Ort gebracht haben und dies sogar auf zweiter oder dritter Ebene.

Ausserdem haben wir heute zwei Inkatempel besucht, den Mond- und den Wassertempel. Der Mondtempel Q´enko hat eine glatte Spalte, die ins Innere des riesigen Felsens führt. Dieser Platz wurde vermutlich zur Mumifizierung genutzt und im Rahmen religiöser Rituale, Tiere geopfert. In dem Felsen sind kleine Stufen, die der Mond bei Vollmond hinunterwandert. Diese Details erstaunen uns immer wieder auf´s Neue, so haben sie z. B. auch eine Silberplatte befestigt, um Licht ins Innere der Höhle zu leiten.

Der Wassertempel Tambomachay zeigt die große Bedeutung des Wassers für die Inka. Denn die Erde und unser Körper bestehen zum größten Teil aus Wasser, es sucht sich immer seinen Weg, wie auch die Liebe. Neben den vielen Geschichten, die man dazu erzählen kann, hat uns fasziniert, wie die Inka es geschafft haben, einen Wasserlauf zu teilen, sodass am Ende zwei Wasserwege entstehen, die exakt die gleiche Menge an Wasser leiten.