Die Fahrerin meines Shuttles lässt ihr Seitenfenster herunter und bittet eine Passantin, ihr den Weg freizugeben. „Sie hört das Fahrzeug einfach nicht  – ein kleiner Nachteil bei Hybrid-Autos, die mit E-Motor starten“. Man bräuchte eine zweite Hupe. Leiser, vielleicht mit Pferdegalopp-Geräuschen oder so.

Ich bin gerade von einer Veranstaltung aus der Radialstation V von Create Berlin gekommen. Eine Berliner Vereinigung von Designern hat mich als Referent zu einem Forum „Create Green“ eingeladen. Ich habe über den ganzheitlichen Ansatz (das holistische Prinzip) für Nachhaltigkeit gesprochen. Habe ich Ihnen das Konzept eigentlich schon mal erläutert? Sonst sollte ich das mal machen, also gerne Rückmeldung dazu.

Wir diskutieren in dieser tollen Location oben in dem Dachcafé in entspannter, aber konzentrierter Atmosphäre das Thema Green Fashion weiter. Ein spannender Dialog über Produktion in Deutschland entwickelt sich. Aspekte wie Flexibilität, bessere Qualitätssicherung mit räumlicher Nähe, aber auch Imagevorteile sind von tragender Bedeutung. Über Label-Notwendigkeit und Vielfalt wird kontrovers mit dem Auditorium, bestehend aus Designerinnen, Beratern und Pressemenschen, diskutiert.

Green Fashion in Berlin: In den vergangenen Jahren ist das Interesse an „ethical, green fashion“ unter den Berliner Designern massiv gestiegen. Davon kann ich mich auch wieder  im Green Showroom im Adlon überzeugen. Den hat ja die Messe Frankfurt übernommen und eine zusätzliche Fläche für den so genannten Ethical Fashion Showroom geschaffen. Ich habe den Eindruck, dass die Besucherfrequenz und das Interesse recht gut sind. Auch auf der Premium sind inzwischen fast 20 Brands mit GOTS- oder sonstigen Bio-Zertifizierungen vertreten. Fashion und Ökologie gehen immer kompetenter zusammen. Nix mehr mit „Jute statt Plastik“. Das ist mein eindeutiges Fazit.

Am Abend sind wir noch auf einer Fashion Show der Kunsthochschule Weissensee. Hier werden die Arbeiten der Design-Absolventen gezeigt – tolle, kreative Outfits! Weissensee-Absolventen zeigen auch ihre Kreativität und Kompetenz im Bereich Materialien. Ich habe in den vergangenen Monaten selbst einen Workshop im Bereich Pflanzenfärbungen begleitet und habe einige weiterentwickelte Resultate gesehen.

Auf dem Weg zurück nach Butzelbach im ICE lese ich in der FAZ einen Artikel über Hybrid- und Elektro-Autos: Opel baut in seinen Elektro–Ampera eine zweite, leisere Hupe ein …