Inzwischen ist der Trend zu nachhaltigen Produkten auch ganz deutlich in die Modewelt eingezogen. Öko goes Mainstream – und das seit geraumer Zeit nun auch im Textilbereich. So macht Kirsten Brodde in ihrem neuen Buch „Saubere Sachen“ deutlich, „wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt.“

Dieses Buch zeigt sehr schön, dass „ökorrekte“ Kleidung eben nicht nur entweder aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus guten Sozialstandards besteht, obwohl manche Hersteller dies gern verschweigen. Die Einhaltung aller sozialen wie ökologischen Richtlinien entlang der textilen Kette machen erst ein wirklich sauberes Kleidungsstück aus. Und genau da trennt sich die Spreu vom Weizen. Während viele konventionelle Textilunternehmen nun die Gunst der Stunde nutzen und auch eine kleine medienwirksame Auswahl an Bio-Baumwollprodukten anbieten, vergessen diese z.B. oft die Aspekte der Sozialstandards.

Bei einem ganzheitlichen Ansatz wird sichergestellt, dass auch die Produzenten unserer Textilien gesund bleiben, weil sie z.B. eben nicht mit Pestiziden in Berührung kommen und sich auch nicht mehr bei den Banken verschulden müssen. Sicher, ein erster Schritt in die richtige Richtung ist bestimmt ein guter. Dennoch muss auch dafür Sorge getragen werden, dass Unternehmen lernen, Verantwortung zu tragen. Und das vom Feld bis zur Entsorgung des Produktes.

In einem Buch über nachhaltige Textilien darf hessnatur natürlich auch nicht fehlen. Als Pionier in Sachen Ökologie und Sozialsstandards geht die Greenpeace-Textilexpertin Kirsten Brodde ab Seite 117 dann genauer auf hessnatur ein. So schreibt sie begeistert über Miguel Adrover, die USA und nicht zuletzt über das Potential und den Vorbildcharakter des Unternehmens.

Dieses Buch zeigt, dass Menschlichkeit, Umweltschutz, Verantwortung und modernes und kreatives Design schon längst keine Widersprüche mehr sein müssen.