Besuch einer Schule in den Anden

 

Pacomarca hat ein soziales Projekt ins Leben gerufen, in dem Wollreste an Frauen in den kleinen Dörfern gegeben werden sie dafür bezahlt werden, Kinderpullover daraus zu stricken. Diese werden dann an die Kinder aus der Schule und Kindergärten verschenkt.

Wir hatten das Glück heute mit an eine Schule fahren zu können, und durften miterleben, wie sie diese Pullover in die glücklichen Kinderhände überreicht haben. Neugierig und doch schüchtern guckten die Kinder schon von Weitem aus dem Fenstern auf unser heranfahrendes Auto. Wir konnten sowohl in den Kindergarten, sowie auch in die Schule einen Blick hineinwerfen, die Einrichtung war zwar spärlich aber sehr bunt und kindgerecht gestaltet.

Was wir ganz interessant fanden, waren die Themen an den Wänden. Neben den üblichen Zahlen- und Buchstabentafeln waren auch Hinweisplakate zur Körperreinigung und dem Umgang mit der Natur aufgehängt. Heute waren zehn Kinder da, zwei aus dem Kindergarten und acht aus der Schule. Die Klassengröße reicht bis zu 15 Schülern, doch nicht alle Eltern halten es für notwenig, ihre Kinder regelmäßig bzw. überhaupt zur Schule zu schicken. Die Regierung hat deshalb eingeführt, dass die Kinder Frühstück und Mittagessen in der Schule bekommen, wodurch sich die Schülerzahl erhöht hat.

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Kommentare
  • Maria ,

    Was habt ihr denn für einen Eindruck von der Bildung der Menschen im allgemeinen? Können die Menschen in der Regel englisch?a ich auch mit dem Gedanken spiele nach Peru zu reisen würde ich noch gern erfragen, ob ihr es als gefährliches oder bedrohliches Land erlebt. Ich möchte nämlich allein fahren. Das ist als Frau nicht in allen Ländern ratsam.

    Danke vorab für die Informationen!

    Antworten
    • Botschafter ,

      Hallo Maria,
      es ist schwer für uns, die Bildung zu beurteilen. Wir sind sowohl Akademikern, als auch Menschen mit sicherlich wenig bis keiner Schulbildung in Peru begegnet. Englisch wird eher weniger gesprochen, außer natürlich in Hotels und Reisegruppen.
      Zumindest Spanischgrundkenntnisse wären hilfreich, wenn du alleine reisen willst. Grundsätzlich empfinden wir es hier nicht als gefährlich oder bedrohlich, was natürlich auch davon abhängig ist, wie man sich verhält. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes gibt es viele Informationen.

      Liebe Grüße
      Kathi & Samira

      Antworten
  • Katrin Klein ,

    Spannend…, aber zu schreiben, dass Eltern es nicht fuer noetig halten, ihre Kinder in die Schule zu schicken, finde ich ziemlich anmassend. Ich habe als Jugendliche in den 80er Jahren mit meinen Eltern in Lima gelebt und das Land bereist. Schon damals war es vielen Eltern aus finanziellen Gruenden nicht moeglich, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil sie kein Geld fuer die Uniform sowie die Lehrmittel hatten. Gerade in abgelegenen Gebieten waren und sind die Wege zur naechsten Schule weit und beschwerlich. Ausserdem sind viele Kinder auf Grund der Lebenssituation gezwungen, mit zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Sie arbeiten auf dem Feld mit oder hueten ihre Geschwister. Also, meine Bitte, gerade diese Thematik ein wenig differenzierter anzuschauen und nicht gleich mit dem „europaeischen“ Blick das Verhalten der Eltern zu beurteilen.

    Un cordial saludo desde la Suiza und noch viele spannende Begegnungen,
    Katrin Klein

    Antworten
    • Botschafter ,

      Hallo,
      schön, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst und somit unsere Erläuterung ergänzt. Für uns ist es schwierig, in der kurzen Zeit einen tieferen Einblick zu bekommen und können deshalb nur das wiedergeben, was Einheimische uns berichten. Vielleicht hätten wir einfach vor einer solchen Aussage noch mehr Informationen einholen sollen.

      Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Hinweis!
      Kathi & Samira

      Antworten

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