Vor ziemlich genau drei Jahren wurde hessnatur das Grundzertifikat Audit und Familie der Hertie-Stiftung in Berlin verliehen. In diesen drei Jahren haben wir Ziele und Maßnahmen rund um die Familie erarbeitet und durchgeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Teil unserer Unternehmenskultur zu entfalten und ein familienfreundliches und stressfreies Umfeld zu schaffen. Jetzt steht die Prüfung und die Re-Auditierung an.

Zeit für ein (nicht ganz so ernstgemeintes) Fazit!

Ich glaube, dass hessnatur schon seit jeher ein familienfreundliches Unternehmen ist. Ich habe vor 17 Jahren hier angefangen zu arbeiten und die Tochter von Heinz Hess, Emilia, war gerade geboren. Da ihre Mutter auch im Unternehmen arbeitete, war sie ein häufiger Gast in meinem Büro und zum Mittagsschläfchen immer im Laden. In unserer Baby-Wiege, die wir ja noch immer für unsere Mitarbeiterkinder im Einsatz haben, schlummerte sie, bewundert von Kunden und Mitarbeitern. Na ja, war ja auch die Tochter des Chefs.

Damals war ich schon gespannt darauf, wie es werden würde, wenn die ersten Kolleginnen schwanger würden – und siehe da, auch Renates Sohn war mit dabei, schlief in der gleichen Wiege in einem kleinen Büro. Das hat mich damals schon ziemlich beeindruckt. Natürlich sind aber auch viele Mütter mit ihren Babies in Elternzeit (damals hieß es irgendwie noch anders) gegangen und wurden bis zu neun Jahre als Mütter in unseren Personallisten geführt und nie wieder gesehen. Aber ich glaube, viele Mütter sind sobald wie möglich wiedergekommen, um weiter für hessnatur zu arbeiten.

Genaue Statistiken über die hess-Kinder gibt es nicht, aber es gab immer solche Wellen, die sich wie Epidemien ausgebreitet haben. 1995 und 1996 wurden nacheinander so ziemlich alle Designerinnen schwanger. Man glaubte damals sogar, dass es an einem besonderen Schaffell gelegen hat, das einen Arbeitsplatz zierte.

Nachdem wir in den letzten zwei bis drei Jahren sehr viele junge Väter hatten, die nun doch noch nicht so wirklich von der modernen Errungenschaft der Elternzeit Gebrauch machten, haben wir jetzt wieder eine Baby-Schwemme bei den jungen Kolleginnen. Das ist hart für unsere Personaler, kaum jemand eingestellt und schon wieder in Elternzeit verschwunden. Ein Pro Familia Stand würde leider dem Audit widersprechen, würde aber unsere Fluktuation verringern.

Aber so ist es halt – Die Kinder sind uns allen lieber und wenn wir ein Mitarbeiterfest haben, sind all die vielen Kinder aller Altersstufen mittenmang dabei. Trotzdem hat die Anzahl der Kinder unserer Mitarbeiter leider nie ausgereicht, dass wir eine eigene Kinderbetreuung einrichten konnten. Versuche gab es in der Vergangenheit dazu häufiger. Deshalb müssen wir auch zukünftig andere Maßnahmen umsetzen, wie Teilzeitarbeit, alternierende Telearbeit, Notfallbetreuung und Ähnliches, um die Geburtenrate unserer Republik aufzubessern.

PS. Auf dem Bild sehen Sie den Jüngsten aus der hessnatur-Truppe, Jakob Michel, geboren am 7.07. mit seinen beiden Schwestern Charlotte und Frederike. Mama Cordula arbeitet im Design und Papa Ingo ist Leiter Marketing und Vertrieb. Herzlichen Glückwunsch vom Blog-Team.