Manche Sprüche sagt man so daher, ohne genau zu wissen, wo deren Ursprung liegt. Nicht dass dies der Ausgangspunkt gewesen wäre für den heutigen betrieblichen Unterricht mit unseren Auszubildenden. Nein – sie sollen lernen, was eine Bilanz im kaufmännischen Sinne ist und wie man eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. Das ist trockener Stoff – ohne Zweifel.

Aber Christina – Gruppenleiterin für die Lieferantenbuchhaltung, perfekte Bilanzbuchhalterin und Ausbilderin – hat den Stoff so aufbereitet, dass die Auszubildenden die Inhalte gut verstehen können und natürlich auch noch Spaß haben.

Tja, wir bei hessnatur versuchen natürlich mal wieder, auch dem fadesten Thema noch was Gutes und Spaßiges abzugewinnen, wenn wir den betrieblichen Unterricht vorbereiten. Deshalb will ich heute über diesen Unterricht schreiben.

Seit ca. 3 Jahren führen wir – wir das sind die Ausbilder von hessnatur, zu denen ich auch gehöre – abwechselnd betrieblichen Unterricht für unsere Auszubildenden durch. Einmal im Monat kommen alle Auszubildende zum betrieblichen Unterricht zusammen – egal aus welchem Berufszweig sie kommen – und „bearbeiten“ ein bestimmtes Thema.

Das können „normale“ Unterrichtsthemen sein, die wir im betrieblichen Unterricht vertiefen wollen oder aber auch Themen, die sich im weitesten Sinne mit Kommunikation und auch mit Persönlichkeits-Entwicklung befassen. So haben wir Ausbilder vor 3 Jahren – in unserer aktivsten und bisher besten Phase überhaupt – ein Konzept für den betrieblichen Unterricht entwickelt.

Seitdem werden hier Themen wie Feedback, Selbstreflexion, blinde Flecken und Kritikfähigkeit bearbeitet. Wir schleppen die Auszubildenden in Stadtbibliotheken, um sie dem Medium Buch näher zu bringen, wir haben Lieferanten und Dienstleister besucht und gefilzt, gemalt und gefühlt usw. Und obwohl wir Ausbilder durch unser normales Tagesgeschäft immer weniger Zeit haben, an solchen Dingen konzeptionell zu arbeiten, konnten wir bisher den betrieblichen Unterricht in dieser Form aufrechterhalten.

Zum Glück wechseln ja die Auszubildenden nach einer gewissen Zeit, so dass wir aus unserem Repertoire schöpfen können. Und trotz Aufwand macht die Arbeit mit den jungen Menschen, die ins Berufsleben starten, meistens viel Spaß.

Gestern startete unser Programm 2009. Auf dem Bild sehen Sie die Ausbilderin Christina mit vier von sieben Auszubildenden. Unsere drei männlichen Auszubildenden waren leider alle krank.

Wer Fragen zum Thema Ausbildung hat, kann sich natürlich gerne melden.

Na dann, bis demnächst.