Am Anfang von hessnatur stand die Liebe eines Vaters für sein neugeborenes Kind. Das war im Jahr 1976, als Heinz Hess sich dazu entschloss, Kleidung aus reinen Naturfasern herzustellen. Solche, die der Babyhaut seines ersten Sohnes gut tut und sie vor Umwelteinflüssen schützt.

Am Anfang der hessnatur-Niederlassung in der Schweiz standen Freundschaft und Vertrauen. Es war die Freundschaft zwischen drei Öko-Pionieren: Zwischen einem, der ein Naturtextilien-Unternehmen in Deutschland gegründet hatte und einem, der in der Schweiz reine Bio-Seide vertrieb. Der Bio-Seidenhändler wiederum kannte einen, der in Rohrbach im Kanton Bern pflanzengefärbte Wolle verkaufte – und der meinte, dass es gut wäre, in der Schweiz eine hessnatur-Niederlassung  zu gründen.

Die ganze Familie kam

Man(n) traf sich, tauschte sich aus und hatte das Gefühl, dass man fruchtbar zusammenarbeiten können. Hanna Zimmerli, die damalige Vermieterin der ersten hessnatur-Räumlichkeiten in Rohrbach, in denen schon die  pflanzengefärbte Wolle verkauft wurde, erinnert sich: „Die ganze Familie Hess kam angereist und hat sich alles genau angeguckt. Das war wirklich sehr nett.“ Der große Vorteil der Firmengründung in der Schweiz für die Kunden war der, dass sie sich nicht länger mit dem Zoll beschäftigen mussten. Denn die Formalitäten an der Grenze wickelte hessnatur fortan selbst ab. Das machte sich auch an den Zahlen bemerkbar, die in die Höhe kletterten. Vor zehn Jahren – also zur Halbzeit – knackte die hessnatur-Tochter in der Schweiz die 10 Millionen Euro Umsatz-Marke.

Ein kleines, feines Team

Am 1. Mai 1993 wurde offiziell der Betrieb der Schweizer Kundenbetreuung in Rohrbach aufgenommen. Mit dabei: Yvonne Wälchli, die bis zum heutigen Tag bei hessnatur in der Schweiz arbeitet. Christian Peter leitet die hessnatur-Tochter seit 2004: „Mittlerweile sind wir ein zehnköpfiges Team, in dem es bis heute immer noch sehr familiär und kollegial zugeht.“ Pünktlich um 9.30 Uhr und um 15 Uhr gibt es jeden Tag für eine Viertelstunde eine Kaffeepause, in dieser Zeit nimmt ein externer Dienstleister die Anrufe von Kunden entgegen. „Diese Kaffeepausen sind sehr wichtig, da werden ganz persönliche Gespräche geführt, auch über Sorgen und Nöte. Das schweißt das Team sehr zusammen.“

Die Retouren müssen unsere Schweizer Kollegen heute nicht mehr bearbeiten. Sie betreuen stattdessen die Bestellannahme, die Kundenberatung sowie die Buchhaltung der Kunden. Jeder Mitarbeiter ist nicht nur in allen drei Bereichen fit, sondern das auch noch in drei Sprachen: auf Deutsch, Französisch und Italienisch. „Ein bisschen ist das bei uns hier so wie bei hessnatur Deutschland vor 20 Jahren. Jeder kann alles machen.“ Christian Peter findet es prima so. Aber warum er das auch typisch schweizerisch findet, etwas Schönes beizubehalten, was es wo anders so nicht (mehr) gibt, das werde ich später noch erzählen.

In unserer Blog-Serie zum Jubeljahr der Kollegen in der Schweiz  erinnert sich als nächstes Silvia Fischer-Mehwald, Sekretärin der Geschäftsführung, daran, wie hessnatur sich dem Schweizer Publikum vorgestellt hat – bei einer Modenschau der besonderen Art. Das waren noch Zeiten, damals, so hat sie gesagt.  Wir sind gespannt.