Alternative Stadtrundfahrt durch Lima

Unser nächstes Ziel war eine Schule für behinderte Kinder, wo wir Alois Kennerknecht kennenlernten, der sich stark für die Nachhaltigkeitsentwicklung Limas engagiert. Er war unser Guide für die alternative Stadtrundfahrt, die uns durch ärmere Viertel der Stadt führte.

Immer wieder machten wir Halt an bunten Märkten und Handwerksbetrieben. Es war toll zu sehen, wie hinter kleinen Türen moderne Möbel entstehen und deutlich wird, wie die Menschen ihren Lebensunterhalt sichern. Auf der anderen Seite kam ein Mann auf uns zu, der dachte, wir wären ein Fernsehteam. Er machte uns auf die Probleme in seinem Stadtteil, wie die unregelmäßige Müllentsorgung, aufmerksam. Gleich neben den Müllansammlungen wurde ein großer moderner Supermarkt gebaut. Diese Gegensätze waren an mehreren Ecken erkennbar und zeigen, wie durch die schnelle Entwicklung Limas einige für uns selbstverständliche Standards auf der Strecke bleiben.

Den ganzen Tag über haben wir immer wieder Gespräche darüber geführt, wie man Armut eigentlich definiert und wie wir das Gesehene einordnen sollen. Uns ist sehr bewusst geworden, dass es einfach unterschiedliche Lebensentwürfe gibt. Die Menschen dort waren uns gegenüber sehr offen und freundlich und wir denken, dass es überheblich wäre, ohne genaueres Hinsehen zu glauben, dass es ihnen schlechter geht als uns.

Wir waren in einem kleinen Kindergarten und bewunderten die gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Menschen. Sie arbeiten hart daran, ihren Stadtteil weiter zu entwickeln und kommen so nach und nach zu einem Wasseranschluss, Strom und einer verbesserten Infrastruktur. Ein Projekt, das ihnen dabei hilft, sind die sogenannten Nebelfänger. Durch engmaschige Netze wird die Feuchtigkeit aufgefangen und durch Wasserleitungen zu den Häusern transportiert.

Es war toll, Lima aus dieser Perspektive gesehen zu haben, die Kontraste dieser großen Stadt und die Herzlichkeit ihrer Menschen.

Danke dafür!

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Kommentare
  • Manu ,

    Noch mal ein großes Lob an euch! Ihr macht Eure Sache wirklich prima. Bin mir sicher, dass diese Reise einen Menschen verändert!
    Diese Stadtrundfahrt war wahrscheinlich euer bislang krassestes erlebnis, oder?
    Mich würde interessieren, wie Hess Natur die Produkte verschickt. Kommen die per Schiff oder Flugzeug nach Deutschland?
    Und wie ist das mit den Kläranlagen in Peru? Gibt es die? Wenn nein, was passiert mit dem Wasser, was z.B. zum Färben der Textilien genutzt wird?

    Viele Grüße, Manu

    Antworten
    • Botschafter ,

      Hallo Manu,
      die Stadtrundfahrt war wirklich ein tolles Erlebnis, vorallem durch die Insiderinformationen von Alois Kennerkrecht und Matthias Hess.
      Die hessnatur-Produkte werden wenn möglich verschifft und nur in Ausnahmefällen mit dem Flugzeug transportiert. Hessnatur ist sehr darauf bedacht, nach den umweltschonensten Transportwegen zu suchen und Wege zu sparen.
      Zu deiner letzten Frage, das ist ein sehr interessantes Thema. Peru hat gesetzliche Regelungen, bezüglich des ph-Wertes und der Faserreste im Abwasser. Wir waren in einer Färberei, die sogar eine eigene Kläranlage betreibt, das hat uns echt beeindruckt.

      Liebe Grüße
      Kathi & Samira

      Antworten

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