"Recycling": an issue with global impact

Recycling ist uns allen ein Begriff, und spätestens seit dem grünen Punkt sollte klar sein, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, aus gebrauchten Dingen wieder neue zu machen. Warum sonst sortieren wir den Müll ständig nach irgendwelchen Kategorien!?

So werden zum Beispiel aus Flaschen wieder Flaschen. Oder aus Bechern wieder Becher. Handelt es sich dabei zum Beispiel um Plastik, wird meist aus dem gebrauchten Plastik ein neues, aber qualitativ schlechteres Plastik gewonnen. Deshalb wird das Ganze dann auch gerne „Downcycling“ genannt.

Das „Upcycling“ ist dabei die noch wünschenswertere Variante. Hier werden aus alten Sachen neue Sachen besserer Qualtität hergestellt. Dabei entstehen zum Beispiel aus Plastikflaschen schöne T-Shirts oder dann wieder aus alten T-Shirts ganze Teppiche. Mit Stoffresten kann man eh eine Menge Anfangen, so wie bei hessnatur in der Adventzeit vergangenen Jahres.

Neben den Recyclingverfahren, die oben beschrieben sind, gibt es  für geringwertige Produkte auch Ansätze, die versuchen, die Ware so zu produzieren, dass nach der Verwendung gar kein Müll mehr zum Recyceln übrigbleibt. So wird es beispielsweise beim Bioplastik versucht. Ob das der bessere Weg ist, dazu zeigt dieses kleine Video eine Perspektive.

Alle Ansätze nützen nichts, wenn die Umsetzung von Recycling entweder durch unzureichende Infrastruktur oder mangelnde Motivation des Einzelnen nicht vollzogen wird. Wenn die entsprechende Handhabung und Infrastruktur gegeben wäre, könnte das Bioplastik eine bessere Alternative sein.

Um Produktzyklen bezüglich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit richtig beurteilen zu können, müssen alle Details über die Produktion bekannt sein. Gerne picken sich Firmen einzelne Teile der Produktion heraus, lassen diese beispielsweise Bio zertifizieren und kommunizieren ihre Produkte dann als ökologisch nachhaltig produziert. Dass dabei aber nur ein Kleinteil der Produktion wirklich ökologisch nachhaltig und der Rest vielleicht umso miserabler produziert ist, wird vernachlässigt.

Sinnvoll ist es eigentlich, eine Ökobilanz aufzustellen! Wie kompliziert das jedoch in jedem einzelnen Fall sein kann, das könnt ihr hier an euch selbst ausprobieren. Den Onlinerechner zur Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks findet ihr hier.  Ihr könnt sogar für einzelne Kochrezepte die Ökobilanz berechnen. Wie aufwwändig auch das ist, seht ihr hier.

Generell macht es keinen Sinn, Recycling als Ausweg zu sehen. Wenn weiterhin Produkte mit schlechter Ökobilanz produziert werden, kann Recycling nur eine winzig kleine Wiedergutmachung bleiben.

Es geht vor allem darum von Anfang bis Ende nachhaltig zu produzieren. Recycling ist dann nicht mehr nur eine Wiedergutmachung, sondern kann ein Teil eines nachhaltigen Systems sein, dessen Krönung das „Cradle-2-Cradle“ Prinzip ist. Also eine Produktion, die ein geschlossener Kreislauf ist und am Ende wieder das herausbekommt, was am Anfang genutzt werden muss.

Am besten ist es sicherlich, wenn wir Sachen verwenden, die gar nicht erst auf dem Müll landen müssen. Wer also zum Beispiel statt Plastiktüten den (mittlerweile wieder trendigen) Jutebeutel nimmt, der tut der Umwelt schonmal einen großen Gefallen. Genauso geht es natürlich auch mit Kleidung. Lieber seltener hochwertige, langlebige und nachhaltig produzierte Kleidungsstücke kaufen, als alle paar Wochen günstige Klamotten mit riiieeesigem ökologischen Fußabdruck und kurzer Lebensdauer.

Nehmen wir an, ihr habt ein hessnatur T-Shirt gekauft. Es ist ökofair produziert, ihr habt es getragen, bis es nicht mehr ging und mit euren Freunden tauschen könnt ihr es auch nicht mehr, weil es fast auseinander fällt – na dann legt es doch einfach auf den Komposter! 😉 …und alles ist gut!

Ihr habt es in der Hand. Verbessert die Welt mit eurer Art zu konsumieren.