Film Wüstenblume

Ab Donnerstag ist „Wüstenblume“ in den deutschen Kinos zu sehen (ab 8. bzw. 9. Oktober auch in der Schweiz und Österreich), die bewegende Geschichte von Waris Dirie. Das Premierenpublikum in Venedig, Essen und Berlin zeigte sich bereits begeistert von dem Film und der mutigen Frau, deren Geschichte Millionen berührte. Wir empfehlen: unbedingt ansehen!

Waris‘ Buch „Wüstenblume“, das die Grundlage für den gleichnamigen Film bildete, erzählt von ihrem Weg vom afrikanischen Nomadenmädchen zum internationalen Topmodel.

Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Im Alter von fünf Jahren wurde sie Opfer der weiblichen Beschneidung. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Sie irrt tagelang durch die Wüste, bis sie schließlich die somalische Hauptstadt Mogadischu erreicht.

Die Familie ihrer Mutter nimmt sie schützend auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in der somalischen Botschaft in London. Als ihr ein paar Jahre später die Rückkehr nach Somalia droht, flieht Waris erneut.

Doch dann wird sie als Model entdeckt – die Designer reißen sich um sie, die internationale Presse liebt das Nomadenmädchen. Doch auch bei allem Erfolg wird sie immer wieder von ihrer Kindheit eingeholt – bis sie eines Tages in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung berichtet. Die Veröffentlichung löst eine Welle von Mitgefühl und Protest aus und Waris entschließt sich, mit ihrer Stiftung gegen dieses Ritual zu kämpfen.

„Der Film ist mein Werkzeug, um meine Botschaft zu überliefern“, sagt Waris Dirie. So soll der Film auch in afrikanischen Dörfern auf Leinwänden gezeigt werden (mit Unterstützung des deutschen Entwicklungshilfeministeriums), da hier viele Menschen nicht lesen und schreiben können, so Dirie. Deshalb sei es wichtig, dass die Menschen den Film sehen könnten.

Erste Eindrücke zum Film gibt es im Trailer: