Als Bio-Pionierin der ersten Stunde (ich eröffnete 1981 in Frankfurt einen der ersten Bioläden) erfüllt es mich mit großem Stolz, wie gut sich unsere Ideen von einem Leben im Einklang mit der Natur inzwischen durchgesetzt haben. Einst misstrauisch als „Alternative Spinner“ bezeichnet, feierten dieses Jahr auf der Biofach einige Firmen bereits ihr 30jähriges Jubiläum.
Die Biofach in Nürnberg ist die Weltleitmesse für Bioprodukte, was bedeutet, dass „Welt“ sich an den Maßstäben orientiert, für die wir damals die Grundlagen geschaffen haben.
Begriffe wie umweltbewusst und ganzheitlich oder Fair Trade und Nachhaltigkeit sind heute in aller Munde. Seit Jahrzehnten bestimmen sie nun das Handeln derer, die besorgt sind, wegen des leider immer noch stattfindenden Raubbaus mit den uns gegebenen Schätzen der Erde, und dies nicht einfach so hinnehmen möchten.

Die mühsam ausgelegte Saat ist nun also aufgegangen und trägt ihre Früchte in einem Warenangebot, von dem wir damals nicht zu träumen gewagt hätten. Geschmacklose Vollkornkekse oder langweilige Schlabberpullis sind Schnee von gestern. Ganz im Gegenteil können wir uns, dank unermüdlicher Entwicklungs- und Forschungsarbeit, an einer sehr zeitgemäßen und auch alltagstauglichen Produktvielfalt erfreuen, die kaum noch Wünsche offen lässt.

Und ganz oft stellt sich die Frage: Ist das denn Alles noch „Bio“?

Zum Beispiel sind auch in Drogerie- und Discountmärkten immer häufiger Naturkosmetikprodukte mit der Aufschrift „Bio“ zu finden. Für den Verbraucher ist es auf den ersten Blick oft schwer, den Unterschied der verschiedenen angebotenen Qualitäten zu erkennen.
Auf der „Vivaness“, der Fachmesse für Naturkosmetik, die seit drei Jahren eine eigene Plattform an der Seite der Biofach hat, finden wir uns in einer Welt aus „Glitter und Glamour“.  Besinnen wir uns auf die „alten Werte“ aus der Naturkost-Gründerzeit, in der ebenso die Naturkosmetik ihre Ursprünge hat, finden wir auch auf diesem Gebiet sehr leicht Orientierung.

Während die konventionelle Kosmetikindustrie versucht Mangelzustände zu beheben, kümmert sie sich wenig um die Wirkung bzw. Rückstände oder Begleitstoffe, die damit auf den Körper gebracht werden oder sogar eindringen. Auch, wenn der eine oder andere „ungesunde“ Rohstoff durch einen vielversprechenden natürlichen ersetzt wird.

Die traditionellen Naturkosmetik-Hersteller dagegen sind denen an Erfahrung mit stabilen natürlichen Konservierungssystemen oder unvorhersehbarem Verhalten natürlicher Rohstoffe viele Jahre voraus. Es ist eine Freude zu sehen, was Dank großem Forschergeist auch mit Respekt und Achtsamkeit für Lebewesen, Natur und Umwelt alles möglich ist.

So unterstützt diese echte Naturkosmetik, hergestellt anhand sehr strenger nachvollziehbarer Qualitätskriterien,  die natürlichen Funktionen der Haut und greift nachhaltig in die lebendigen Prozesse des Körpers ein und das erfreulicherweise „ohne Risiken und Nebenwirkungen“!