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Es wird Ostern, und selbst im rauen Mittelgebirgsklima der Rhön springen schon die Osterlämmer auf den kargen Weiden herum. Sie sind auch nicht zu übersehen mit ihren schwarzen Köpfen und dem weißen Fell – Osterlämmer. Woher kommt eigentlich die Tradition des Osterlamms? Was für eine Bedeutung steckt dahinter?

Der Brauch geht auf das jüdische Pessach- oder Passah-Fest zurück, das ursprünglich in derselben Woche gefeiert wurde, in welcher die Christen die Kreuzigung und Wiederauferstehung begingen. Passah erinnert an den Exodus der Israeliten aus Ägypten. Als der Pharao sich weigerte, die Israeliten ziehen zu lassen, schickte Gott die zehn Plagen, die zehnte war die Tötung der Erstgeborenen. Die Israeliten aber schlachteten ein Lamm und bestrichen ihre Türpfosten damit, als Zeichen, dass der Engel des Todes an diesen Häuser vorüber gehen sollte.

Das Lamm Gottes

Die katholische Kirche bringt von Anfang an Christus als Lamm Gottes mit dem Opferlamm in Verbindung: „Siehe das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ (Joh 1:29) oder „Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.“ (1. Kor 4:7). Da lag es natürlich nahe, zu Ostern ein Lamm als Symbol zuzubereiten. Außerdem ist es gerade die richtige Zeit zum Lammschlachten. Die Fastenzeit geht am Ostersamstag zu Ende, Fleisch ist also wieder erlaubt.

Doch wir bei hessnatur sind mehr an der Wolle der kleinen Osterlämmer mit den schwarzen Köpfen interessiert. Seit dem Jahr 2006 arbeitet hessnatur mit verschiedenen Schäfereien in der Rhön zusammen, um die überaus robuste Wolle zu herrlichem Rhönwalk zu verarbeiten. Das fördert den Erhalt dieser alten Schafrasse, das Auskommen der Schäfer und stärkt die regionale Wollverarbeitung. Den Walkstoff lassen wir in einer Bayerischen Tuchfabrik fertigen.

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Ach, übrigens, Wenn Ihr gerade Zeit und Lust habt und in der Nähe seid: Im Groenhoff-Haus in Gersfeld auf der Wasserkuppe läuft noch bis zum 28. April die Ausstellung „Alte Haustierrassen“. Die Verwaltung des Bioreservats Rhön und die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen haben die Ausstellung kuratiert, nachdem das Bundesamt für Naturschutz im vorigen Jahr eine Zählung in Auftrag gegeben hatte: 181 alte Nutztierrassen findet man heute noch in der Rhön, leider auch 75 dieser Rassen, die als gefährdet gelten. Dazu gehören immer noch das Rhönschaf und auch das Fränkische Gelbvieh.

Wir wünschen Euch Frohe Ostern!