Der Weg eines T-Shirts

Was lange währt, wird endlich Shirt

Bevor ein Kleidungsstück den Körper ziert, hat es eine lange Reise und viele Prüfungen hinter sich. Hier die wichtigsten Stationen auf dem Weg vom Stoff zum T-Shirt.

Der Anbau – Verantwortung von Anfang an

Unsere Geschichte beginnt ein paar Tausend Kilometer von unserem Firmensitz entfernt – in den sonnenreichen Regionen am Äquator. Dort reift die Bio-Baumwolle für unser T-Shirt. Schon das Saatgut stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, bei dem natürliche Dünger- und Entlaubungsmittel sowie natürliche Schädlingsbekämpfer zum Einsatz kommen. Ebenso spielt die Erhaltung der Sozialstrukturen eine wichtige Rolle. Leider handeln noch nicht alle Hersteller nach diesem Anbauprinzip. So sterben weltweit täglich 77 Menschen an den Folgen des Insektizid- und Pestizideinsatzes in der konventionellen Baumwollproduktion. Nach WHO-Schätzungen sind in Entwicklungsländern 550 Millionen Menschen Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Baumwollproduktion ausgesetzt.

Das Garn – ein feiner und fairer Faden

Nur aus einem guten Garn kann ein gutes T-Shirt werden. Deshalb verwenden wir beim Spinnen und Weben Öle und Schlichtemittel auf Basis nachwachsender Rohstoffe, wie etwa Stärke oder Paraffine, und verzichten auf Schwermetalle. In der ökologischen Garnherstellung von hessnatur gelten zudem strenge Arbeitsrechtsnormen, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen.

Der Stoff – saubere Sache(n)

Das T-Shirt nimmt Gestalt an. Bei der ökologischen Verarbeitung der Garne zum Stoff gelten ebenfalls die hessnatur-Richtlinien: Wir verwenden im Gegensatz zur konventionellen Produktion biologisch voll abbaubare Hilfsmittel, die die Umwelt nicht belasten. Darüber hinaus durchläuft jedes Abwasser eine mindestens zweistufige Kläranlage, um wieder sauber in den Kreislauf zurückgeführt werden zu können.

Die Veredelung – ausgerüstet für die Haut

Unser T-Shirt wird tragbar. Bei der Verarbeitung der Stoffe bleichen wir das Gewebe ausschließlich mit Sauerstoff und färben ohne schwermetallhaltige Farbstoffe oder drucken auf Wasserbasis. Die Eigenschaften des Stoffes optimieren wir durch Kalandern (dabei wird die Oberfläche geglättet und verdichtet) und Krumpfen (Methode, die ein nachträgliches Eingehen verhindert). Jetzt sind die Textilien problemlos direkt auf der Haut zu tragen. Anders sieht es bei herkömmlichen Verfahren aus. Beim Bleichen mit chlorhaltigen Mitteln, Färben mit Schwermetallen oder Drucken mit Pasten, die Lösungsmittel und Formaldehyd enthalten, werden die natürlichen Eigenschaften der Fasern zerstört. Zehn bis 15 Prozent dieses Chemiecocktails bleiben in den Textilien zurück und kommen mit der Haut in Kontakt. Bei empfindlichen Menschen kann das Allergien oder Reizungen auslösen.

Die Konfektion – präzise Feinarbeit

Nun beginnt die arbeitsintensivste Phase in der Textilproduktion: Mit viel Geschick und Handarbeit wird der aus Bio-Baumwolle gewebte Stoff zu verschieden großen T-Shirts genäht. Weil dieser Schritt mit viel Zeit- und Kostendruck verbunden ist, herrschen in vielen Produktionsstätten unter Missachtung gesetzlicher Bestimmungen katastrophale Zustände. Um faire Arbeitsbedingungen zu garantieren, stehen wir im engen Austausch mit unseren Lieferanten und haben strenge Richtlinien sowie Standards für die Zusammenarbeit definiert. Weil wir die sozialen Verhältnisse weltweit verbessern möchten, sind wir schon mehr als zehn Jahre aktive Partner der internationalen Fair Wear Foundation.

Der Transport – kurz und gut

Unser T-Shirt ist fast am Ziel angekommen. Es muss nur noch von A nach B transportiert werden. Dabei achten wir auf kurze Wege und umweltfreundliche Verpackungen. Auch deshalb liegen die Produktionsschwerpunkte von hessnatur in Europa. Denn weniger Kilometer bedeuten mehr Nachhaltigkeit.